Wie wichtig sind den Deutschen gute Fenster? Antwort gibt eine Studie des forsa-Instituts.
Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger halten hochwertige Fenster für sehr wichtig oder eher wichtig. So lautet ein Ergebnis der forsa-Studie, die Auftraggeber Roto Frank auf der Messe fensterbau/frontale in Nürnberg vorgestellt hat.
„Das Resultat räumt mit der bisher weit verbreiteten Low-Interest-Meinung in einem völlig unerwarteten Maße auf“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Dr. Eckhard Keill in Nürnberg. Die Bedeutung des Fensters sei mit dem Thema Energieeffizienz stark gestiegen. Konsequenz: „Die Marktpartner können mehr Umsatz pro Fenster erzielen. Und Keill hat noch eine positive Nachricht für die Branche: „Wer gute Fenster will, will auch gute Informationen.“
Forsa hat gefragt, wo sich Kunden vor dem Kauf schlau machen. Danach stehen Experten ganz oben im Ranking: 63 Prozent der Interessenten gehen zum Fachhandel, 51 Prozent zum Handwerker, gefolgt von Fensterherstellern, Bekannten und Verwandten. 39 Prozent ziehen sich die Informationen aus dem Internet. Fazit für Keill: „Fensterprofis verfügen über eine hohe Verbraucherakzeptanz. Sie müssen sie durch eine professionelle Publikumsansprache nutzen.“
Worauf achten die Deutschen beim Kauf? Die Marktforscher haben ermittelt, dass „gute Qualität“ mit 82 Prozent das wichtigste Kriterium ist, knapp vor „Energieeinsparpotenzial“ mit 81 Prozent. Danach folgen „Lebensdauer“, „Garantie“ und „Sicherheit“. Das Kriterium „günstiger Preis“ rangiert erst auf dem 7. Platz. „Die angeblich reine Preisorientierung der Bevölkerung gibt es bei Fenstern nicht“, kommentierte der Roto Frank Chef. Immer mehr Kunden würden Mehrwert honorieren. Laut Studie sind 14 Prozent bereit, für Zusatznutzen tiefer in die Tasche zu greifen. Dieses Potenzial muss nach Auffassung von Keill in konkrete Investitionen umgewandelt werden. Daher sieht er das Thema wohnraumspezifische Fenster als Kompetenzfeld der Zukunft. Die permanente Verbesserung von Fenstern und Fenstertechnik mache praktisch alle über zehn Jahre alten Einheiten zu „Austauschkandidaten“.
Der Vorstandsvorsitzende rechnete auf Basis der Studie die Potenziale vor: „Rund 50 Prozent der Fenster in privat genutzten Objekten müssten unter Energiespar- und Nutzwert-Aspekten erneuert werden.“
(frö)
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14.04.2008
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