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20.03.2007
PERSONAL
PERSONALAUSWAHL
Personalplanung mit Zukunft
Stellenangebote
Sie suchen heute schon dringend nach Fachkräften? Künftig wird das noch viel schwerer, denn die Konzerne machen mobil. Doch wer langfristig plant, kann sich behaupten.

von Jörg Wiebking

Gute Mitarbeiter sind schwer zu finden – und schwer zu halten. Konzerne lassen sich die Lösung dieses Problems immer mehr kosten. Manche von ihnen vergeben regelrecht Etats an namhafte Agenturen, damit die Werbeprofis sie als attraktive Arbeitgeber positionieren. Employer Branding nennt sich dieser Trend – Arbeitgeber werden zur Marke. Den schärfer werdenden Wettbewerb um das Fachpersonal bekommt auch das Handwerk zu spüren: „Wir haben schon gute Leute an die Industrie verloren“, berichtet Jürgen Wosnjuk, Geschäftsführer der Elektro- Steuerungs-Technik GmbH EST in Wallenhorst. Meist sind es die langjährige Kunden, die sich für seine Mitarbeiter interessieren. Wosnjuk macht das Beste daraus: „Wenn jemand geht, dann haben wir wenigstens einen weiteren guten Kontakt in der Industrie.“

Insgesamt biete dieser Trend jedoch Grund zur Sorge, meint Harald Schlieck von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland: „Das Handwerk steht in einem großen Wettbewerb um immer weniger Bewerber.“ Wenn es heute schon schwer ist, Facharbeiter zu finden, wie werde es dann wohl in ein paar Jahren aussehen, wenn es mit der demographischen Entwicklung abwärts geht? „Unsere Betriebe müssen sich heute schon darauf ausrichten: Es geht darum Fachpersonal auszubilden und es zu halten.“

Jürgen Wosnjuk gelingt das meist recht gut. Trotz der gelegentlichen Wechsel in die Industrie hält EST seit Jahren einen konstanten Stamm von mehr als 50 Mitarbeitern. „Wir gleichen das durch Ausbildung aus und wir versuchen, unsere hochqualifizierten Mitarbeiter dauerhaft zu halten.“ Dank Personal-Leasing gelingt das dem Unternehmen auch bei schwankender Auslastung. In Spitzenzeiten unterstützen Zeitarbeiter die Mannschaft. Ist weniger zu tun, dann leiht EST sein Personal an Kunden aus. „Wir hatten von Anfang an die Erlaubnis zur Personalüberlassung, wir können also selbst Personal verleihen.“ Kein schlechtes Geschäft für Wosnjuk: „Die Industriekunden akzeptieren unsere Preise für Personalleasing, auch wenn sie über denen anderer Anbieter liegen.“ Dafür profitieren die Kunden vom Erfahrungsschatz bei EST wie auch von der Qualifikation jedes einzelnen Mitarbeiters. „Unsere Programmierer, Techniker und Facharbeiter werden in ihren Aufgabengebieten regelmäßig weiterqualifiziert“, betont der Geschäftsführer. Das sei gut fürs Geschäft und steigere gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiter – was wiederum vor Abwanderung schützt.

Qualifikation sei ein wichtiger Baustein in der Personalplanung, „für die Unternehmensentwicklung und für die Motivation“, bestätigt Schlieck. Ebenso wichtig sei es allerdings, für eine entsprechende Auslastung zu sorgen. Das kann Jürgen Wosnjuk nur bestätigen: Seine Hauptaufgabe seien inzwischen Kundenbesuche und Akquise. „Aber wir wollen es auch nicht übertreiben. Wir wollen ja mit unseren Kapazitäten auskommen."

Weiterlesen:
  [Personalplanung mit Zukunft]
  [Mitarbeiter halten]


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von Jörg Wiebking

Gute Mitarbeiter sind schwer zu finden – und schwer zu halten. Konzerne lassen sich die Lösung dieses Problems immer mehr kosten. Manche von ihnen vergeben regelrecht Etats an namhafte Agenturen, damit die Werbeprofis sie als attraktive Arbeitgeber positionieren. Employer Branding nennt sich dieser Trend – Arbeitgeber werden zur Marke. Den schärfer werdenden Wettbewerb um das Fachpersonal bekommt auch das Handwerk zu spüren: „Wir haben schon gute Leute an die Industrie verloren“, berichtet Jürgen Wosnjuk, Geschäftsführer der Elektro- Steuerungs-Technik GmbH EST in Wallenhorst. Meist sind es die langjährige Kunden, die sich für seine Mitarbeiter interessieren. Wosnjuk macht das Beste daraus: „Wenn jemand geht, dann haben wir wenigstens einen weiteren guten Kontakt in der Industrie.“

Insgesamt biete dieser Trend jedoch Grund zur Sorge, meint Harald Schlieck von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland: „Das Handwerk steht in einem großen Wettbewerb um immer weniger Bewerber.“ Wenn es heute schon schwer ist, Facharbeiter zu finden, wie werde es dann wohl in ein paar Jahren aussehen, wenn es mit der demographischen Entwicklung abwärts geht? „Unsere Betriebe müssen sich heute schon darauf ausrichten: Es geht darum Fachpersonal auszubilden und es zu halten.“

Jürgen Wosnjuk gelingt das meist recht gut. Trotz der gelegentlichen Wechsel in die Industrie hält EST seit Jahren einen konstanten Stamm von mehr als 50 Mitarbeitern. „Wir gleichen das durch Ausbildung aus und wir versuchen, unsere hochqualifizierten Mitarbeiter dauerhaft zu halten.“ Dank Personal-Leasing gelingt das dem Unternehmen auch bei schwankender Auslastung. In Spitzenzeiten unterstützen Zeitarbeiter die Mannschaft. Ist weniger zu tun, dann leiht EST sein Personal an Kunden aus. „Wir hatten von Anfang an die Erlaubnis zur Personalüberlassung, wir können also selbst Personal verleihen.“ Kein schlechtes Geschäft für Wosnjuk: „Die Industriekunden akzeptieren unsere Preise für Personalleasing, auch wenn sie über denen anderer Anbieter liegen.“ Dafür profitieren die Kunden vom Erfahrungsschatz bei EST wie auch von der Qualifikation jedes einzelnen Mitarbeiters. „Unsere Programmierer, Techniker und Facharbeiter werden in ihren Aufgabengebieten regelmäßig weiterqualifiziert“, betont der Geschäftsführer. Das sei gut fürs Geschäft und steigere gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiter – was wiederum vor Abwanderung schützt.

Qualifikation sei ein wichtiger Baustein in der Personalplanung, „für die Unternehmensentwicklung und für die Motivation“, bestätigt Schlieck. Ebenso wichtig sei es allerdings, für eine entsprechende Auslastung zu sorgen. Das kann Jürgen Wosnjuk nur bestätigen: Seine Hauptaufgabe seien inzwischen Kundenbesuche und Akquise. „Aber wir wollen es auch nicht übertreiben. Wir wollen ja mit unseren Kapazitäten auskommen."

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