Zurück zur Startseite

Die handwerk.com Hilfe
handwerk.com - Das Info-Portal für Entscheider im Handwerk
Das schreiben handwerk.com User

Kontakt zum handwerk.com Team
Newsletter bestellen
Mailinglisteneintrag



· Profi-Suche




Container




Startseite







20.12.2006
BETRIEBSFüHRUNG
KURZ & BüNDIG
Viel teurer als man denkt
schwarzarbeit6a
So kontern Sie richtig, wenn Kunden nach Schwarzarbeit fragen.

„Wer einfach nur Nein sagt, muss damit rechnen, dass sich der eine oder andere Kunde jemand anderen sucht“, warnt Unternehmensberater Peter Gillhaus aus Varel. Um Kunden nicht zu verprellen, sollten sich Handwerker Argumente überlegen, mit denen sie kontern können. „Gute Gründe gibt es viele, aber es macht keinen Sinn, die ganze lange Liste vorzutragen“ rät Gillhaus. Wichtiger sei es, für jeden Kunden die passenden Argumente auszuwählen oder auch zu kombinieren, frei nach dem Motto: „Das ist oft teurer als man denkt“. Und so könnten Sie kontern:
  • Perfektionisten dürfte überzeugen, dass sie meist keine Ansprüche auf Mängelbeseitigung haben, wenn sie sich auf Schwarzarbeit einlasen. Auch wenn etwas während der Arbeiten kaputt geht, wird dafür keine Haftpflichtversicherung zahlen.


  • Schnäppchenjäger könnten sich dafür interessieren, dass sie den 20-prozentigen Steuerbonus auf Handwerkerleistungen nur bekommen, wenn sie eine Rechnung und einen Zahlungsbeleg vorweisen können. Ganz zu schweigen davon, dass es auch die vielen äußerst zinsgünstigen Fördergelder der KfW nur dann gibt, wenn ein Fachunternehmen beauftragt wurde.


  • Angsthasen sollten Sie auf die Risiken hinweisen, die sich ergeben. Kunden können sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig machen. Das führt in der Regel zu Geldstrafen, aber in schweren Fällen ist auch eine Haftstrafe nicht auszuschließen. Wer versucht, die Schwarzarbeit nachträglich zu legalisieren, begeht zudem Versicherungsbetrug, was regelmäßig auffliegt.


  • Rechenkünstler sollten sich in Ruhe überlegen, was auf sie zukommen kann: Wird der Schwarzarbeiter erwischt, muss er Sozialversicherung und Steuern nachzahlen. Hat er das Geld nicht, kann der Auftraggeber dafür haftbar gemacht werden. Kommt der Schwarzarbeiter gar bei einem Unfall zu Schaden, dann zahlt dafür keine Versicherung. Statt dessen wird der Auftraggeber zur Kasse gebeten - bei schweren Unfallfolgen vielleicht ein Leben lang. Und spätestens dann dürften die Kosten für einen Anwalt und die Strafen den vermeintlichen Vorteil der Schwarzarbeit um ein Mehrfaches übersteigen.


(ah)


Zur Druckansicht des Artikels
Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel
Artikel versenden
Weiter Informationen zum Thema abbonieren

Suche nach
verwandten Artikeln
Suche nach verwandten Artikeln