Um ein guter Tischlermeister oder Musiker zu werden, sind gut zehntausend Stunden Erfahrung nötig. In "Handwerk" gibt der Amerikaner einen umfassenden kulturgeschichtlichen Einblick in all das, was seiner Meinung nach mit Handwerk zu tun hat. Dabei bedauert er, dass die Menschen immer noch „ein gespaltenes Verhältnis zu den realen materiellen Dingen um uns herum“ haben.
Er geht auch auf die Werkstatt und Werkzeuge ein, die Handwerker benutzen. Diese betrachtet er aus heutiger Sicht und geht in großen Umfang auf die Geschichte des Handwerks ein. Eine Verankerung in der Realität und der Stolz auf die eigene Arbeit zeichnen nach Meinung des Autors die Fertigkeiten des Handwerk aus.
„Die Trennung von Kopf und Hand schadet letztendlich dem Kopf“, stellt Sennett fest. Als Beispiel führt er Technologien, wie computergestütztes Design an, die eingesetzt werden und damit die beim eigenhändigen Zeichnen auftretenden Lernprozesse aus schalten.
Das Buch ist ein Plädoyer dafür, dass wir uns wieder auf das Handwerk und damit die Welt der Dinge einlassen.
Richard Sennett: "Handwerk"
Berlin Verlag 2008, 431 Seiten, ISBN: 978-3-827-00033-0, Preis: € 22,00
(ja)









