11.03.2013
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Der feine Unterschied zwischen Rechnung und Beleg

So setzen Sie Bewirtungskosten richtig ab!

Dürfen Sie Ihren Namen auf Bewirtungsbelegen selbst eintragen? handwerk.com-User Christoph Hensel macht das immer so – und hat damit recht. Die Wahrheit ist: In unserer Meldung steckte ein Fehler. Hier also alle Infos, wie Sie Bewirtungskosten richtig absetzen.

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Wir hatten am Mittwoch an dieser Stelle berichtet, dass das Finanzamt Bewirtungsbelege nur dann anerkennt, wenn der Wirt den Namen des Gastgebers einträgt. Christoph Hensels Kommentar zu dieser Meldung: „Ich trage die Namen immer selbst ein. Bei meiner letzten Betriebsprüfung gab es eine Bewirtungsrechnung über 1000 Euro und da gab es keinerlei Probleme.“

Der Handwerksmeister hat recht, unsere Meldung stimmte so nicht. Deswegen habe wir sie durch diesen Text ersetzt. Denn: Man muss sauber zwischen Bewirtungsrechnung und Bewirtungsbeleg unterscheiden.

Richtig ist: Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass auf Bewirtungsrechnungen der Name der bewirtenden Person nur durch den Wirt oder einen seiner Mitarbeiter vermerkt werden darf. Wenn Sie den Namen auf der Rechnung selbst eintragen, wird das Finanzamt den Vorsteuerabzug nicht anerkennen. Das gilt zumindest für Rechnungen ab 150 Euro netto. (Urteil vom 18. April 2012, Az. X R 57/09)

„Das Urteil bestätigt die bisherige Rechtsprechung“, sagt Steuerberater Dirk Witte aus Oldenburg. Es zeige allerdings auch, dass Unternehmer im Umgang mit Bewirtungskosten immer wieder Fehler unterlaufen. „Diese Fehler führen dann dazu, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug ablehnt oder sogar den Abzug als Betriebsausgaben nicht anerkennt.“

Um sich beides zu sichern, müssen sich Unternehmer an bestimmte Regeln halten und dabei zwischen Rechnung und Bewirtungsbeleg unterscheiden, sagt Witte.

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1 Kommentar zu "So setzen Sie Bewirtungskosten richtig ab! "

  1. Christoph Hensel - 13.03.2013, 06:59 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ich trage die Namen IMMER selbst ein. Bei meiner letzten BP gab es eine Bewirtungsrechnung über 1000€ und da gab es keinerlei Probleme.