Mehrzahl der Betriebe hat durch Schwarzarbeiter Einbußen zu verkraften. Die Handwerker sind sauer. Durch Schwarzarbeiter und ihren Dumpinglöhnen gehen vielen Betrieben lukrative Aufträge durch die Lappen. Das ergibt die aktuelle Umfrage des Internetportals handwerk.com „Vermiesen Ihnen Schwarzarbeiter das Geschäft?“ 82 Prozent der Befragten sagen „Ja, die Schattenwirtschaft kostet uns Aufträge“. Jeder Zehnte Umfrageteilnehmer hat keine Probleme mit den Wettbewerbern aus der Schattenwirtschaft. Sie sagen: „Nein, diese ,Kollegen’ sind keine Konkurrenten." Den verbleibenden acht Prozent der Befragten mangelt es an handfesten Indizien. „Schwer zu sagen, wir können nichts beweisen“, lautet ihre Antwort.
Auch wenn Betriebe nichts beweisen könnten, aber einen Verdacht hegen, sollten sie diesen äußern. Dazu rät Heinrich Kahle, Schwarzarbeitsfahnder des Landkreises Gifhorn. „Nur wenn eine Anzeige vorliegt, können wir dem Fall auf die Spur kommen“, sagt Kahle. Wer Schwarzarbeiter nicht anzeige, schneide sich ins eigene Fleisch. Denn dann würden weiterhin unbemerkt Aufträge in falsche Hände geraten. Auch Kunden, beispielsweise Bauherren, sollten sich nicht auf windige Geschäfte einlassen. „Sie haben dann keinerlei Garantie oder Gewährleistung“, warnt Kahle. Außerdem riskieren sie, selbst ein Bußgeld aufgehalst zu bekommen. Denn im Baubereich muss für jede handwerkliche Tätigkeit eine Rechnung vorliegen. Sonst könne es zu einem Baustopp kommen.
Wenn Sie einen Verdacht haben und Anzeige erstatten wollen, können Sie dies bei allen Hauptzollämtern tun.
(ja)