50.000 Kilometer, 22 Länder: Eine niedersächsische Handwerkerfamilie hat ihren Betrieb verkauft und drei Jahre lang die Welt umsegelt.
4. Juli 2004: Leinen los im Oldenburger Stadthafen. Familie Mansholt startet mit einem zehn Meter langen Stahlschiff ihren Törn um die Welt. Die Eltern, Bernd und Susanne, haben sich mit Segelschein und Medizin-Schnellkurs auf alle Eventualitäten vorbereitet, schreibt das Internetportal
spiegelonline.
Auf der knapp dreijährigen Fahrt habe die fünfköpfige Familie unzählige Fische gefangen, stürmische Meere bezwungen und den Vater gepflegt, als er an einer Tropenkrankheit litt. Zusammengeschweißt habe das und die Kinder hätten gelernt, Langeweile zu überwinden.
Das Projekt sei keine Flucht aus dem Alltag gewesen. „Es war ein kontrollierter Ausstieg auf Zeit. Wir wollten ein großes Abenteuer erleben und bekamen schließlich mehr als 750, jeden Tag eins“, zitiert spiegelonline Bernd Mansholt.
Ihren Goldschmiedebetrieb haben sie wenige Monate nach ihrer Rückkehr wieder eröffnet – der Alltag scheint zurück. Die Eindrücke werden aber ein Leben lang bleiben. Das Schaukeln in der Koje vermisse Tochter Maria noch immer.
Knapp vier Jahre nach dem Start seien die Oldenburger glücklich, wieder in der Heimat zu sein. Ihre Ziele haben sie jetzt kleiner gesteckt – sie liegen quasi vor der Haustür: „Zwei Tage mit dem Kajak, eine Fahrt mit dem Auto ins Tecklenburger Land – so kann die schönste Insel der Welt eben auch aussehen“, erzählen die Weltumsegler dem Portal.
(ja)