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Achten Sie auf die Körpersprache

10 Verräterische Signale in Verhandlungen

Sie verhandeln mit einem Kunden oder Lieferanten und wissen nicht, ob Sie Ihrem Gegenüber trauen können? Dann achten Sie auf die Körpersprache: Arme, Hände und Beine verraten mehr als Worte. 10 Körpersignale, die Sie kennen sollten!

Körpersprache kommt direkt aus dem Unterbewusstsein. Sie lässt sich nur schwer steuern und kontrollieren. Deswegen ist sie so verräterisch - und steht oft im krassen Gegensatz zu dem, was wir sagen.

Arme, Beine, Hände und Füße verraten uns oft sehr genau, ob unser Gegenüber von seinen Worten überzeugt ist oder ob er unter Stress steht, nervös ist oder Angst hat.

Hier die auffälligsten Signale:

Hände abwischen: Ist Ihr Gegenüber nervös?

Hände abwischen: Wenn sich Ihr Gesprächspartner die Hände am Schoß oder den Oberschenkeln abwischt, ist das ein sehr klarer Hinweis auf Stress, Anspannung oder Nervosität. Problem: Diese Geste bleibt oft unentdeckt, wenn ein Tisch zwischen den Gesprächsteilnehmern steht. Darum sollten Sie in kritischen Situationen dafür sorgen, dass Sie Ihr Gegenüber komplett sehen können.

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Die Kobra: Für Ihr Gegenüber läuft alles bestens!

Die Kobra: Ihr Gesprächspartner lehnt sich zurück und verschränkt die Arme hinter dem Kopf? Ein klares Zeichen, dass sich Ihr Gegenüber entspannt, sich sehr sicher fühlt und für ihn alles bestens läuft. Der ehemalige FBI-Ermittler Joe Navarro vergleicht diese Geste mit einer Kobra, die ihr Nackenschild spreizt, um vor ihrer Stärke und Macht zu warnen. Diese Geste sagt: "Hier bin ich der Chef".

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Auf dem Sprung: Verhandeln Sie noch - oder ist der Kunden schon fast weg?

Auf dem Sprung: Sie stecken in Preisverhandlungen und wissen nicht, wie weit Sie noch gehen können? Achten Sie auf die Haltung Ihres Gegenübers: Die Hände auf den Knien und das Gewicht auf die Füße verlagert - das signalisiert, dass Ihr Gesprächspartner kurz davor ist, aufzustehen und zu gehen.

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Übereinandergeschlagene Beine: Blockt Ihr Gegenüber ab?

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Übereinandergeschlagene Beine: Ist Ihr Gegenüber nicht mit dem einverstanden, was Sie gerade ansprechen, dann wird er sich so setzen, dass Knie und Oberschenkel eine Barriere bilden und der oben liegende Fuß von Ihnen wegzeigt (Bild). Wäre er einverstanden mit Ihren Äußerungen, dann würde der oben liegende Fuß in Ihre Richtung zeigen und das Knie keine Barriere bilden.

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Ganz bei Ihnen oder schon auf dem Sprung: Wohin zeigen die Füße?

Achten Sie auf die Füße: Sie zeigen sehr genau, in welche Richtung Ihr Gegenüber eigentlich will. Wendet er sich Ihnen mit dem ganzen Körper zu - und zeigen auch seine Füße in Ihre Richtung? Oder zeigt vielleicht ein Fuß woanders hin, zum Beispiel in Richtung Ausgang? Dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Gegenüber eigentlich etwas anderes zu tun hat, als dieses Gespräch zu führen - oder auch dafür, dass Sie ihm unsympathisch sind.

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 Fester Stand oder schon in Startposition?

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Wie fest steht Ihr Gegenüber? Haben die Füße festen Bodenkontakt? Wenn er hingegen wie ein Sprinter in Startposition steht - ein Fuß vor, der andere zurück mit angehobener Ferse - dann ist das ein deutliches Signal, dass er eigentlich gehen will und das Gespräch für ihn gelaufen ist.

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Entspannt: Gekreuzte Beine im Stehen

Gekreuzte Beine im Stehen: Sie sind ein sicheres Zeichen, dass sich Ihr Gegenüber wohlfühlt. Denn gekreuzte Beine wären eine äußerst ungünstige Position, um sich in einer unangenehmen Situation zu verteidigen oder zu flüchten. Diese Haltung nimmt nur ein, wer sich sicher fühlt.

Nächste Seite: Kritisch - gekreuzte Beine im Sitzen

Kritisch: Gekreuzte Beine im Sitzen

Gekreuzte Beine im Sitzen: Anders sieht die Sache aus, wenn Ihr Gegenüber sitzt und dabei plötzlich die Beine verschränkt. Das kann Unbehagen und Unsicherheit bedeuten.

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Schockstarre: Füße um die Stuhlbeine

Noch klarer ist die Sache, wenn Ihr Gesprächspartner plötzlich die Stuhlbeine mit den Füßen umschlingt. Navarro bezeichnet das als eine Art "Schockstarre", die Unbehagen, Anspannung und Sorge signalisiere.

Nächste Seite: die Hand an der Hüfte

Hände in die Hüften gestemmt: Heikel, doch wohin zeigen die Daumen?

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Hände in die Hüften gestemmt: Zeigen die Daumen nach hinten, dann will Ihr Gegenüber entweder seine Überlegenheit signalisieren oder deutlich machen, dass es ein Problem gibt.

Zeigen die Daumen nach vorne, dann signalisiert die Person zumindest noch Neugierde, obwohl auch sie ein Problem sieht.
























Weitere Infos zum Thema:

 (jw)

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