150.000 Euro kostete eine verpfuschte Sanierung einen Hamburger Hausherren. Nun ermittle die Staatsanwaltschaft.
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Panorama

150.000 Euro: Bauherr zahlt Vermögen für Bau-Pfusch

Erst zahlte er 700 Euro für eine Reparatur nach Wasserschaden, dann durften die Monteure sein ganzes Haus sanieren. Resultat: eine richtig teure Pfuscherei.

Fachkräftemangel und Auftragsboom – diese Marktsituation nahm für einen 64-jährigen Hauserben ein teures Ende. Er zahlte ein Vermögen für eine verpfuschte Sanierung.

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Alles begann mit einem Wasserschaden im Keller des Hamburgers. Online wurde der Notdienst „Heizung Sanitär Hamburg“ gefunden und kontaktiert, schildert der NDR in der Sendung „Markt“.

Zwei Monteure kamen – nicht aus Hamburg, sondern aus Essen. Sie kümmerten sich um den Schaden, verlangten dafür 700 Euro. So nahm die Geschichte ihren Lauf: Der 64-Jährige wollte umfassend sanieren. Problem: „Alle Betriebe sind mehr als gut ausgelastet, keiner hat Zeit“, erzählt er im NDR.

Die Essener Monteure boten an, die Baustelle zu übernehmen. Sie machten wohl glaubhaft, genügend Fachkräfte für die Arbeiten zu kennen.

Der Bauherr sagte zu und bekam ein Angebot über 88.000 Euro. Schon für die Materialbeschaffung wurde die erste Zahlung gefordert. Der Bauherr zahlte erst 21.000 Euro, dann über 60.000 Euro, erstattete Kosten für Unterkunft und Reisen mit dem Flugzeug. Knapp 150.000 Euro überwies er so auf unterschiedliche Konten mehrerer Firmen, berichtet der NDR. Als der Bauherr Betrug witterte, schaltete er einen Anwalt ein.

Von den angefangenen Arbeiten – die Monteure haben tapeziert, Fenster eingesetzt, eine Wasserleitung installiert – sei nichts so fertig, dass es vergütungsfähig wäre, urteilt ein Sachverständiger im NDR über die Arbeit. Man könne direkt von Pfusch sprechen. Nun ermittle die Hamburger Staatsanwaltschaft.

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