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Frau entspant liegend an einer Wand.

Wie Sie Nichtstun lernen

3 Gründe: Warum Entspannen auf Knopfdruck nicht funktioniert

Entspannen Sie jetzt! Auf Knopfdruck entspannen ist einfach unmöglich. Doch auch Sie können es lernen – mit diesen 3 Tipps.

  • Entspannen auf Knopfdruck? Das funktioniert nicht, da sich das Gehirn immer wieder neue Reize sucht, um sich abzulenken.
  • Doch das kann man trainieren – mit viel Geduld, weiß Autorin und Coach Anja Niekerken aus eigener Erfahrung.
  • Sie gibt Ihnen 3 praktische Tipps, wie auch Sie das „Nichtstun“ wieder lernen können.

Nach einem vollgepackten Tag nach Hause kommen, die Füße hochlegen und nicht mehr an den Betrieb denken: Mal ehrlich, wie oft kommt das bei Ihnen vor? Und wenn mal nichts Wichtiges anliegt, sitzt man doch vor dem Handy oder überlegt, was man als Nächstes macht.

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Doch der Körper braucht Pausen und die sollten auch Sie sich nehmen. Dass es nicht auf Befehl geht, ist klar. Aber lernen kann das jeder, sagt Anja Niekerken, Coach und Autorin aus dem niedersächsischen Neu Wulmstorf. Sie hat aus eigener Erfahrung gelernt, dass Entspannen gar nicht so einfach ist. Dennoch ist sie überzeugt davon, dass es sich lohnt, dafür zu trainieren. Ihre Tipps:

Der Körper muss bereit zum Entspannen sein

Wenn Sie sich an einem Wochenende bewusst Zeit für sich und zum Entspannen nehmen und es trotzdem nicht klappen will, könnte es daran liegen, dass Ihr Körper nicht bereit ist. Sind Sie aufgekratzt von der Arbeitsbelastung der Woche oder lässt Sie ein Gedanke nicht in Ruhe, haben Sie keine guten Chancen, dass es klappt mit der Entspannung.

Ihr Tipp: „Müssen noch ein paar Hormone aus dem Körper? Dann ist erstmal eine Runde Sport angesagt und danach gehen Sie über in die Entspannung“, sagt Anja Niekerken. Gleichzeitig warnt sie: „Nutzen Sie den Sport nicht als Ersatz.“ Denn Sport sei nicht „Nichtstun“ im eigentlichen Sinne. Er entspanne auf körperlicher Ebene. Danach müsse der Geist zur Ruhe kommen und ausspannen.

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Nichtstun muss man lernen

„In der heutigen Zeit sind wir nicht mehr gewöhnt, einfach nichts zu tun“, sagt Anja Niekerken. Ob Handy, Tablet, Fernsehen, Radio, Bücher oder Freunde – irgendwas sei immer. Deshalb falle es dem Hirn auch so schwer, abzuschalten. Es gebe ständig neue Reize, an die wir und unser Gehirn sich angepasst haben. In stillen Momenten suche man richtig nach Ablenkung, weil man es nicht mehr gewöhnt sei. „Ruhe und Entspannung sind für das ungeübte Gehirn eher unangenehm, da es nicht weiß, was es in dieser Zeit tun soll“, betont sie.

Dem Gehirn beibringen, dass es doch jeglicher Ablenkung widerstehen kann, sei ein langer Prozess. Aber jeder kann es lernen – Übung macht auch hier den Meister. Diese vermeintlich unangenehme Ruhe überstehen und hinnehmen, das übt. „Wenn sich der Gedankensturm gelegt hat, tritt Entspannung ein“, weiß die Management-Trainerin. Durch diesen Sturm müsse jeder erst einmal durch – und das sei der Lernprozess.

Beim Üben sollten Sie sich Zeit lassen

Nun heißt es also: Üben! „Freuen Sie sich über wenige Minuten, die Sie mit „Nichtstun“ verbracht haben“, sagt Anja Niekerken. Es sei nicht leicht, den angestrengten Körper dazu zu bringen, gleich zu entspannen, wenn keine äußeren Reize nachkommen. Deshalb sei jede Minute ein Fortschritt.

Und wenn es mal nicht klappt? „Dann üben Sie weiter, beim nächsten Mal klappt es sicher“, sagt sie. Sie sollten auch nicht vergessen, sich über Ihre ersten Erfolge zu freuen – auch wenn es nur langsam vorangeht. Nur in Stress dürfe man nicht wieder verfallen, weil man sich jetzt unbedingt entspannen will. „Fragen Sie in sich hinein, wieso der Körper noch nicht bereit ist und versuchen Sie es wieder“, rät Anja Niekerken.

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