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Foto: Michael Rupp Bauunternehmung GmbH
Mehrfamilienhaus aus dem 3D-Betondrucker: Realisiert hat es der Baubetrieb von Maurermeister Fabian Rupp.

3D-Betondruck

Baubetrieb druckt Mehrfamilienhaus: So sieht das Werk aus

Fabian und Sebastian Rupp haben sich dem 3D-Betondruck verschrieben. In Bayern haben sie ihr erstes Mehrfamilienhaus gedruckt – das erste in Europa.

Wenige Monate nach Baubeginn ist das Mehrfamilienhaus im bayerischen Wallenhausen fertig: Es ist 380 Quadratmeter groß, verfügt über drei Etagen und fünf Wohnungen. Realisiert haben es die Handwerker der Michael Rupp Bauunternehmung mit dem 3D-Betondruck.

Das Gebäude wirkt mit Gauben, Fensterläden und Giebeldach zwar relativ klassisch. Doch an der Außenfassade lässt sich erkennen, dass das Gebäude nicht gemauert, sondern gedruckt wurde. „Der große Unterschied macht sich bei Planung und dem Bau bemerkbar“, sagt Maurermeister und Geschäftsführer Fabian Rupp.

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Schicht für Schicht wurde das Haus im bayerischen Wallenhausen mit einem 3D-Betondrucker des Typs COBOD BOD2 gedruckt.
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Laut Maurermeister Fabian Rupp schafft das Gerät pro Sekunde etwa einen Meter.
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Wenige Monate nach Baubeginn ist das Gebäude mit einer Fläche von 380 Quadratmetern nun fertig.
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Trotz der eher klassischen Optik mit Fensterläden, Gauben und Steildach lässt sich an der unverputzten Außenfassade unschwer erkennen, dass das Haus gedruckt und nicht gemauert wurde.
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Auch in den Innenräumen sind zum Teil unverputzte Wände als Design-Elemente zu sehen – so wie hier in der Musterwohnung, die der Betrieb im Mehrfamilienhaus eingerichtet hat.
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In dem Mehrfamilienhaus gibt es neben der Musterwohnung noch vier weitere Wohneinheiten. Die ersten Mieter sind dort schon eingezogen.
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Für die Brüder Fabian (links) und Sebastian (rechts) ist das Bauprojekt in Wallenhausen ein Pilotprojekt. Sie haben in Sachen 3D-Betondruck noch große Pläne: Sie wollen Komplettanbieter für 3D-gedruckte Häuser werden.

Vorteile der neuen Technologie seien die große Planungssicherheit und die damit verbundene Zeitersparnis. So werde der 3D-Betondrucker mit Daten “gefüttert“, verarbeite diese und arbeite sie einfach nacheinander ab. „Dadurch lassen sich seine Arbeitszeit und der Ablauf des Bauvorhabens exakt und verlässlich planen“, erläutert der Unternehmer.

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Der vom Handwerksbetrieb eingesetzte Drucker arbeitet laut Rupp mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Sekunde. Dadurch könne beispielsweise ein typisches Einfamilienhaus in durchschnittlich 48 Stunden fertig gedruckt sein. Auch lange Trocknungs- oder Wartezeiten seien kein Thema, so dass die nachfolgenden Gewerke ihren Einsatz exakt planen könnten.

Zusammen mit seinem Bruder Sebastian hat der Maurermeister noch große Pläne in Sachen 3D-Betondruck: Sie wollen Komplettanbieter für 3D-gedruckte Häuser werden, eine neue Firma gründen und einen Teil ihrer neuen Firmenzentrale drucken.

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