Drei Unternehmensberater sagen, was Sie im Idealfall über Ihren Wettbewerb wissen sollten, damit Sie sich gut positionieren können!
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Strategie

7 Dinge, die Handwerker über ihren Wettbewerb wissen sollten

Auf dem Markt sind Sie mit Ihrem Betrieb nicht alleine unterwegs. Da schadet es nicht, die Konkurrenz im Blick zu haben. Drei Unternehmensberater verraten, worauf Sie achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

#6: Wie Wettbewerber wirtschaftlich dastehen

Läuft es beim Wettbewerber rund oder hat der momentan stark zu kämpfen? Eine Antwort auf diese Frage kann nach Einschätzung von Strategie- und Krisenmanager Olaf Marticke durchaus hilfreich sein, um sich ein Bild davon zu machen, wie sich der Wettbewerb in der nächsten Zeit verändern könnte.

Doch wie beschafft man sich Infos über die wirtschaftliche Situation von Wettbewerbern? „Bei Kapitalgesellschaften hilft ein Blick ins elektronische Unternehmensregister“, so der Berater. Denn dort seien Betriebe, die in Rechtsformen wie der GmbH oder der GmbH & Co. KG organisiert sind, publizitätspflichtig. Der Tipp des Beraters: „Schauen Sie sich an, ob ihr Wettbewerber seine Zahlen regelmäßig veröffentlicht.“ Liegen trotz Publizitätspflicht keine aktuellen Zahlen des letzten Geschäftsjahres vor, habe dies immer Gründe. Nach Einschätzung von Marticke gilt hier immer noch der Bankenspruch: „Keine Zahlen sind schlechte Zahlen. “

#7: Wohin sich der Markt entwickelt

Viele Handwerker sind in einem Markt unterwegs, der lokal begrenzt ist. Nach Einschätzung von Edmund Cramer sollten Handwerker dennoch den gesamten Markt beobachten. „Wenn es da eine klare Tendenz gibt und sich Unternehmer dieser Entwicklung verweigern, kann es sein, dass es ihren Betrieb in ein paar Jahren nicht mehr gibt“, so der Berater.

Seiner Meinung nach sollten Handwerker zum Beispiel im Blick haben, ob in dem Markt neue Player auftreten und wie sie agieren. „Heizungsbauer sollten sich zum Beispiel mit dem Anbieter Thermondo auseinandersetzen“, meint Cramer. Sein Tipp: „Probieren Sie es selbst mal aus und lassen Sie sich privat gegebenenfalls mal ein Angebot erstellen.“ Aus Erfahrung weiß er zwar, dass sich Handwerker damit schwer tun dürften. Dennoch sieht Cramer darin eine Chance: „So können Sie herausfinden, wie ein solches Unternehmen tickt und was Sie für Ihren Betrieb lernen können.

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