Mit dem Weiterbildungsstipendium fördert der Bund pro Jahr bis zu 6.000 junge Fachkräfte.
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Politik und Gesellschaft

900 Euro mehr: Weiterbildungsstipendium gestiegen

Mit dem Weiterbildungsstipendium fördert der Bund den beruflichen Aufstieg durch Weiterbildung. Zum Jahreswechsel ist die Förderung um 900 Euro gestiegen.

Nach dem Abschluss der Berufsausbildung streben viele Handwerker eine Weiterbildung an – zum Beispiel zum Meister. Bei diesem Schritt können sich junge Fachkräfte vom Bund mit dem Weiterbildungsstipendium fördern lassen. Zum Jahreswechsel ist dieses Instrument noch attraktiver geworden. Denn seit dem 1. Januar 2020 liegt die maximale Förderhöhe bei 8.100 Euro – das sind 900 Euro mehr als im Vorjahr.

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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßt die Aufstockung des Förderinstruments. „Insbesondere angehenden Meistern hilft diese finanzielle Unterstützung der Bundesregierung bei der Vorbereitung auf ihre Prüfung“, erklärt Generalsekretär Holger Schwannecke. Gerade vor dem Hintergrund, dass in den nächsten fünf Jahren rund 100.000 Betriebsnachfolgen anstehen, sei es wichtig, junge Menschen zu einer beruflichen Weiterbildung zu motivieren und finanzielle Barrieren möglichst auszuräumen.

Schwannecke fordert: „Um noch mehr beruflich Hochqualifizierte zu erreichen, muss das Weiterbildungsstipendium zeitnah grundständig weiterentwickelt werden.“ So solle in einem ersten Schritt dringend die Gruppe der Förderempfänger insgesamt ausgedehnt werden. Hintergrund: Derzeit ist die Zahl der Weiterbildungsstipendien auf 6.000 im Jahr begrenzt.

Der ZDH-Generalsekretär pocht zudem auf eine Anhebung der Altersgrenze. Bislang sind beim Weiterbildungsstipendium nur Fachkräfte förderberechtigt, die nicht älter als 24 Jahre alt sind. Schwannecke macht sich dafür stark, dass die Altersgrenze auf 27 Jahre angehoben wird.

Weiterführende Informationen zum Weiterbildungsstipendium sowie zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie unter www.sbb-stipendien.de.

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