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Abgekühlte Ostkonjunktur trifft Mittelstand

Die Konjunktur in Ostdeutschland hat sich nach Einschätzung von Experten deutlich abgekühlt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) korrigierte seine Wachstumsprognose für die neuen Länder auf bestenfalls knapp zwei Prozent. Für ganz Deutschland geht das IW inzwischen von einem Wachstum leicht über zwei Prozent aus.

Die Konjunktur in Ostdeutschland hat sich nach Einschätzung von Experten deutlich abgekühlt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) korrigierte seine Wachstumsprognose für die neuen Länder auf bestenfalls knapp zwei Prozent. Für ganz Deutschland geht das IW inzwischen von einem Wachstum leicht über zwei Prozent aus.

Im Herbst war es für den Osten noch von knapp drei Prozent

ausgegangen. Die Stimmung habe sich angesichts des schlechteren

Weltwirtschaftsklimas und der gestiegenen Energiepreise

verschlechtert, sagte IW-Geschäftsführer Rolf Kroker. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet, dass die neuen Länder innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht zum Produktivitätsniveau im Westen aufschließen werden.

In den neuen Ländern sei besonders wichtig, dass die Kostenvorteile durch niedrige Löhne angesichts des noch niedrigen Produktionsniveaus erhalten blieben. Während die Lage im verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistern weiter als durchaus robust beurteilt werde, herrsche im Bausektor weiter Rezession.

Nach IWH-Angaben lag das durchschnittliche Produktivitätsniveau im

Jahr 2000 bei zwei Dritteln des westlichen. Um in den kommenden zehn

Jahren Westniveau zu erreichen, müsste das Produktivitätswachstum im

Osten um jährlich 4,2 Prozentpunkte höher liegen als in den alten

Ländern. Angesichts der Wachstumsschwäche in Ostdeutschland sei dies

wenig wahrscheinlich.

Die Entlastung durch die Steuerreform hat bei den zumeist

mittelständischen Unternehmen nicht zu höheren Investitionen geführt,

stellt das IW fest. Bis auf die Baufirmen wollen die Unternehmen eher

Personal einstellen als abbauen. Die Mehrheit rechne immer noch mit

einem kurzem und wenig ausgeprägten Konjunkturtal, so dass

einschneidende personalpolitische Konsequenzen vorab überflüssig

erschienen.

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