Laut einem Headhunter, der beim RBB ausgepackt hat, sind vor allem die Branchen Hochbau, Heizung, Sanitär- und Elektrotechnik betroffen.
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Personalführung

Abwerben im Handwerk: Ein Headhunter berichtet

Auch im Handwerk sind Headhunter aktiv. Im Auftrag der Konkurrenz jagen sie Betrieben Fachkräfte ab. Ein Headhunter hat im RBB verraten, wie er vorgeht.

Fachkräfte sind im Handwerk knapp. Betriebe lassen sich deshalb jede Menge einfallen, um die eigenen Leute zu halten oder neue Fachkräfte anzulocken. Manche setzen sogar auf Headhunter. Leidtragende sind Unternehmer wie Kai Hofmann. Der Elektromeister musste schon die Erfahrung machen, dass seine Mitarbeiter von Headhuntern bis auf die Baustelle verfolgt wurden. Dort hätten sie von den Personalvermittlern dann „unmoralische“ Angebote bekommen. Kein Einzelfall.

Hans Peter Blisse arbeitet als Headhunter. Pro Jahr wirbt er etwa zehn bis zwölf Handwerker, verrät er dem Nachrichtenportal rbb24.de. Seine Schwerpunkte seien dabei vor allem die Branchen Hochbau, Heizung, Sanitär- und Elektrotechnik.

Einfach ist sein Job offenbar nicht: „Der Markt ist voll, die Leute sind gesättigt, sie haben Arbeit“, berichtet der Personalvermittler. Der Wechselwille sei bei Handwerkern vielleicht unterschwellig da, aber nicht ausgeprägt.

„Da muss man dann auf die Personen zielgerichtet zugehen“, so Blisse. Wie rbb24.de berichtet, ruft der Headhunter deshalb bei fremden Unternehmen an und lässt sich mit seiner Zielpersonen verbinden. Im Gespräch versuche er dann auszuloten, unter welchen Bedingungen der Arbeitnehmer bereit sei, den Betrieb zu wechseln.

Dem Nachrichtenportal zufolge hat Blisse wegen seines Vorgehens kein schlechtes Gewissen. Vielmehr zeigt er sich davon überzeugt, dass das Abwerben in der Baubranche mittlerweile gang und gäbe sei.

Wie geht es Ihnen? Haben Ihre Mitarbeiter auch schon Angebote von Headhuntern bekommen oder setzen Sie selbst auf solche Dienste, um Ihren Fachkräftebedarf zu decken? Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier!

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