Fachkräfte abwerben: Das könnte sich Unternehmerin Chiara Burgdorf nur vorstellen, wenn ein Betrieb schließt oder in Insolvenz geht.
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Fachkräfte abwerben: Das könnte sich Unternehmerin Chiara Burgdorf nur vorstellen, wenn ein Betrieb schließt oder in Insolvenz geht.

Fachkräftemangel

Abwerben? Nicht aus sicherem Arbeitsverhältnis!

Direktes Abwerben von Mitarbeitern kommt für diese Dachdeckermeisterin nicht infrage. Nur unter einer bestimmten Voraussetzung würde sie Kollegen ansprechen.

Drei Fragen an Chiara Burgdorf, Dachdeckermeister aus Lehrte in Niedersachsen.

Werben Sie aktiv Mitarbeiter bei anderen Betrieben ab?

Nein, ich habe noch nie jemanden aus einem sicheren Arbeitsverhältnis direkt angesprochen. Ich möchte auch nicht, dass meine Mitarbeiter auf Baustellen abgeworben werden. Wenn wir hören, dass ein Betrieb schließt oder in Insolvenz geht, bietet es sich an zu fragen, was aus dem Mitarbeiterstamm wird. Das wäre eine Chance, die man ergreifen könnte, wenn sich so etwas ergibt.

Wo suchen Sie nach Azubis und Fachkräften?

Wir suchen ständig und auf allen Kanälen nach Gesellen, Vorarbeitern und Azubis. Die Suche wird immer schwerer, da fast alle Betriebe einen Mitarbeitermangel haben. Wir nutzen Online-Stellenanzeigen genauso wie Anzeigen in der Zeitung. Auch in sozialen Medien haben wir schon geschaltet.

Auf Instagram bin ich zudem seit einiger Zeit aktiv und drehe kurze Videos. Mit ihnen zeige ich, welche Projekte auf unseren Baustellen laufen und kläre über den Dachdeckerberuf auf. Dazu kommen viele Rückfragen.

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Womit punkten Sie bei potenziellen Bewerbern?

Wir sind ein kleiner Betrieb mit einem familiären Arbeitsklima. Die meisten Mitarbeiter sind lange dabei und fühlen sich wohl. Sie schätzen, dass die Baustellen in naher Umgebung liegen und sie kurze Arbeitswege haben. Für Azubis, die bei uns bleiben, übernehmen wir anteilig die Kosten für den Führerschein. Das Gehalt stimmt und Überstunden werden vermieden – damit werben wir in den Stellenanzeigen.

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