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IT-Sicherheit

Acht Vorsätze für ein sicheres neues Jahr

Halten Ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr noch? Das ist gut. Besonders, wenn Sie gute Vorsätze für Ihre IT-Sicherheit gefasst haben. Haben Sie nicht? Dann holen Sie das jetzt nach – mit diesen Tipps.

IT Sicherheit - Cyberkriminalität 2013: Mit diesen Tipps erhöhen Sie Ihre Sicherheit.
Cyberkriminalität 2013: Mit diesen Tipps erhöhen Sie Ihre Sicherheit.
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IT-Sicherheit duldet auch im Jahr 2013 keinen Aufschub. IT-Spezialisten warnen ebenso vor der zum Teil massiven Bedrohung durch Cyberkriminelle wie die Sicherheitsbehörden. Daher sollten Chefs von kleineren Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung selbst aktiv werden und auch Mitarbeiter auf folgende Punkte aufmerksam machen, rät IT-Sicherheitsexperte Norman Data Defense Systems aus Hallbergmoos.

1. Passwörter ändern
Sie haben nur ein einziges Passwort für mehrere oder gar all Ihre Accounts? Das grenzt nach übereinstimmender Einschätzung aller IT-Sicherheitsexperten an Wahnsinn! Ändern Sie das - SOFORT! Für einen Hacker ist es ganz einfach, Ihr Passwort aus einem kleinen Hobby-Forum abzufischen, in dem Sie vor Jahren mal aktiv waren, warnt Sicherheitsexperte Norman. Besonders kritisch wird es, wenn Sie dieses Passwort auch fürs Online-Banking einsetzen.
 
2. Starke Passwörter nutzen
Erst eine Kombination aus Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen machen ein Passwort sicherer, stellen die Experten von Norman klar. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zu kleinen Eselsbrücken, um sich Passworte merken zu können.

Formulien Sie sich einen Satz, den Sie sich gut merken können, zum Beispiel „Abends vor dem Einschlafen lese ich ein Buch.“ Verwenden Sie daraus jeweils den ersten, den zweiten, den dritten, oder … Buchstaben für Ihr Passwort. In unserem Beispiel also: „AvdElieB“.

Wenn Sie dann noch das „i“ durch eine Ziffer oder ein anderes Sonderzeichen ersetzen, was einem „i“ optisch gleicht, haben Sie schon gut für die Sicherheit Ihrer Daten gesorgt. Seien Sie bei den Sonderzeichen und bei Umlauten wie ä, ö und ü aber vorsichtig, wenn Sie viel im Ausland unterwegs sind. Denn ohne deutsches Tastaturlayout können Sonderzeichen schnell zum Problem werden.

3. Daten regelmäßig sichern
Norman erwartet, dass sogenannte Ransomware sich 2013 zu einer wichtigen Einnahmequelle für Cyberkriminelle entwickeln wird. Dabei handelt es sich um Schadsoftware, mit der Lösegeld für den Zugriff auf den eigenen Rechner und die Daten erpresst werden soll. Kritisch ist diese Form der Cyberkriminalität insbesondere deshalb, weil bei der Bereinigung des Rechners Daten verloren gehen können. Daher raten die IT-Sicherheitsprofis dazu, Bilder, Videos und andere Dokumente regelmäßig zu sichern, um Datenverlusten vorzubeugen.

Als echte Alternativen zu Wechselfestplatte und Co. rät Norman zu cloudbasierten Backup-Diensten. Sie machen die Datensicherung besonders einfach: automatisch sichern lassen, möglichst nach jeder Änderung.

Allerdings gibt es gleich zwei Haken bei diesen Systemen: Zum einen dauert die Sicherung bei größeren Datenmengen je nach Geschwindigkeit des Internetanschlusses meist ziemlich lange. Und zum anderen müssen Sie angesichts des in Deutschland geltenden Datenschutzrechtes darauf achten, dass die Server des Cloud-Anbieters Ihres Vertrauens in der EU stehen, wenn Sie personenbezogene Daten dort hinterlegen.

Wie Sie sich vor Fallen bei Mail und Social Media schützen können, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Vertrauen ist gut ...

4. Links nicht unbedacht folgen
Unaufgefordert zugesendeten Links sollten Sie grundsätzlich kritisch gegenüberstehen. Das gilt übrigens auch für soziale Netze wie Facebook, Twitter und Co. Generell gilt: Sind Sie unsicher über den Absender, klicken Sie besser nicht!
Was Klarheit bringen kann: googeln Sie nach dem Absender. Wenn das keine Klarheit bringt, Finger weg!

Vorsicht bei unaufgefordert zugesendeten Links! - Bei unbekannten Absendern oder verkürzten Links, müssen Sie sich wirklich sicher sein, BEVOR Sie klicken.
Bei unbekannten Absendern oder verkürzten Links, müssen Sie sich wirklich sicher sein, BEVOR Sie klicken.
sauvaget

5. Keine verkürzten Links anklicken
Verkürzte Links charakterisiert Norman als besonders gefährlich. Was ein Link auf einen lustigen Video-Clip zu sein verspricht, kann sich als miese Falle entpuppen. Doch das merken Sie im Zweifel erst, wenn es zu spät ist. Daher: VORSICHT!
 
6. Automatische Updates zulassen
Schalten Sie in Ihrem Betriebssystem und vor allem in Ihrer Antivirensoftware die automatische Software-Aktualisierung ein. Den Rest erledigt in diesem Fall Ihr Rechner automatisch für Sie.
 
7. Smartphone schützen
Sie entsperren Ihr Smartphone lässig per Fingerwisch? Das ist angenehm. Aber klar ist, auch jeder Langfinger entsperrt Ihr Smartphone ebenso leicht – und hat damit Zugriff auf all ihre Daten! Daher sollten Sie zumindest das Display per Pin-Code schützen, rät Norman.
 
8. Tauschbörsen misstrauen
Auf der Hut sein sollten Sie auch mit Filesharing-Netzwerken. Laut Norman sind sie ein Brutplatz für Schadcode. Aber solche Seiten besuchen eh nur fiese Kriminelle und niemand aus Ihrem Unternehmen, oder …

(ha)

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