Wenn schweres Arbeitsgerät auf der Ladefläche mit zur Baustelle soll, ist es wichtig, dass das Zugfahrzeug ein ausreichendes Gegengewicht darstellt. Varianten für Pkw kosten ab 8.000 Euro netto.
Foto: Humbaur
Wenn schweres Arbeitsgerät auf der Ladefläche mit zur Baustelle soll, ist es wichtig, dass das Zugfahrzeug ein ausreichendes Gegengewicht darstellt. Varianten für Pkw kosten ab 8.000 Euro netto.

Inhaltsverzeichnis

Transporter

Anhänger: Arbeitsmittel sicher am Haken

Was nicht in den Transporter passt, muss hinter den Transporter. Mit Anhängern passend zur Branche steigt das Ladevolumen.

  • Mehr mitnehmen: Anhänger können das Raumangebot von Transporter & Co. erheblich ausweiten.  
  • Kalkulierbare Kosten: Gerade Standardanhänger sind oft schon für kleines Geld zu haben und erweitern die Transportmöglichkeiten des eigenen Fuhrparks erheblich. 
  • Spezialisten: Anhänger können auch immer dann eine wertvolle Bereichung für die eigene Flotte sein, wenn es darum geht, speziellere Frachten wie Schüttgüter, kleinere Baumaschinen oder Kundenfahrzeuge zu transportieren. 
  • Zugfahrzeug: Wer öfter mit schwereren Trailern unterwegs ist, sollte beim Zugfahrzeug darauf achten, dass es nicht zu leicht und kräftig genug motorisiert ist.  

Schon beim Kauf eines Transporters oder Pick-ups ist die Anhängelast ein wichtiges Kriterium. Pick-ups wie auch große Kastenwagen nehmen oft bis zu 3,5 Tonnen an den Haken – und die werden häufig auch ausgenutzt. Gerade im Bereich der Fahrzeuglogistik oder bei Messebauern und Bauunternehmen zählt jeder Zentner, den man noch komfortabel und sicher in einem Zug zum Arbeitsort befördern kann.

Um Anhänger nicht nur zu ziehen, sondern ein stabiles Gespann zu erzeugen, sollten Betriebe ihr Augenmerk auf das Zugfahrzeug, dessen Beladung, sowie das durchschnittliche Gesamtgewicht im regulären Betrieb legen. Wer ständig schwere Anhänger zieht, sollte generell Pick-Ups und Transporter mit mehr als zwei Tonnen Leergewicht und mindestens 400 Newtonmetern Drehmoment wählen.

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Gute Gewichtsverteilung steigert Stabilität

Je nach Einsatzbereich lohnt es sich auch, über eine Doppelkabine nachzudenken, damit Ladung und Passagiere gut sortiert transportiert werden können. Um Gewicht zu verteilen, ist es zudem sinnvoll, Transportgut auch dann im Transporter mit zu verstauen, wenn im Anhänger noch Platz ist. Denn wenn der Anhänger schwerer als das Zugfahrzeug ist, steigen die Risiken beim Anhängerbetrieb und das Gespann kann leichter ins Schlingern geraten. Losgelöst davon sollten Kunden, die viel ziehen, eine Gespann-Stabilisierung mitbestellen. Ab einem Gesamtgewicht von 1.000 Kilogramm ist zudem eine Auflaufbremse in jedem Fall empfehlenswert.

Fährt man häufiger über Rasenflächen, wie es Bauunternehmer, Tischler und Messebauer tun, kann sich für Tage mit schlechtem Wetter ein Allradantrieb bewähren. Transporter mit schweren Anhängern und Front- oder Heckantrieb graben sich in solchen Situationen gern ein. Elektro-Fahrzeuge sind in diesem Bereich noch weitgehend außen vor, weil sie meist nur 1.000 bist 1.500 Kilogramm Anhängelast bieten.

Hochlader mit Gestell und Plane sind für viele Betriebe, besonders Messebauer, wichtig. Hier kann viel Material für wenig Geld transportiert werden. Ein solcher Anhänger von Eduard kostet in der Konfiguration etwa 5.500 Euro netto.
Foto: Eduard
Hochlader mit Gestell und Plane sind für viele Betriebe, besonders Messebauer, wichtig. Hier kann viel Material für wenig Geld transportiert werden. Ein solcher Anhänger von Eduard kostet in der Konfiguration etwa 5.500 Euro netto.

Mit Standardhängern kann man viel erreichen

Wenn es um den reinen Transport von handlichen Gütern geht, bleibt der Kauf eines Anhängers im kleinen Kostenrahmen. Doppelachsige Kofferanhänger mit 2.000 Kilogramm Gesamtgewicht beispielsweise stehen für 3.000 bis 5.000 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) in den Preislisten. 3.500 Kilogramm werden geschlossen zum Preis von etwa 8.000 Euro befördert. Für eine Kühlung werden etwa 1.500 Euro Aufpreis fällig.

Je nach Unterbringung draußen oder drinnen sollten Käufer von Kofferanhängern auf gute Witterungsbeständigkeit des Koffers achten, das Fahrgestell ist heute bei eigentlich allen Anhängern aus weitgehend korrosionsfreiem Aluminium hergestellt und langlebig. Ein Blick auf die Reifengröße kann später etwas Geld sparen. Zudem spielt das Eigengewicht bei Anhängern eine große Rolle für den Verbrauch und limitiert die Nutzlast.

Nicht nur Camper nehmen gerne ihre Fahrzeuge mit: Im Gewerbe sind Ladeflächen am Haken der Weg, seine Arbeitsmittel und Maschinen immer mit dabei zu haben.
Foto: Humbaur
Nicht nur Camper nehmen gerne ihre Fahrzeuge mit: Im Gewerbe sind Ladeflächen am Haken der Weg, seine Arbeitsmittel und Maschinen immer mit dabei zu haben.

Alles muss auf den Bau

Im Baugewerbe müssen nicht nur die Mitarbeiter und das Material am Standort sein, sondern auch Baumaschinen. Neben typischen Transportkoffern für Holz und Werkzeuge sind hier vor allem Tandemachser mit Auffahrbohlen der ständige Begleiter am Haken, auf denen Baugeräte transportiert werden. Bei Anhängern dieser Art ist der Schwerpunkt von besonderer Bedeutung, sodass ein Modell gewählt werden sollte, dessen Ladekante so tief und dessen Spur so breit wie möglich ist. Auch die Länge des Anhängers und die Anzahl der Achsen, sowie deren Abstand, beeinflussen das Fahrverhalten entscheidend.

Rückwärtskipper zum Transport von kleineren Baugeräten und Offroadfahrzeugen kosten ab 2.000 Euro, Modelle mit hohen Nutzlasten von bis zu 2.700 Kilogramm, tiefer Ladefläche und Auffahrbohlen sind für etwa 6.000 Euro zu haben. Den 4,8-Tonnen-Bagger befördern Kunden ab 8.000 Euro auf der angehängten Ladefläche. Langmaterial- und Rohranhänger hochpreisige Sonderprodukte, die erst ab etwa 8.000 Euro zu haben sind. Gleiches gilt für Anhänger, die Kabeltrommeln so transportieren, dass man sie direkt abrollen kann.

Ein Rückwärtskipper ist vielseitig verwendbar und lohnt sich für Betriebe, die gelegentlich Schüttgut transportieren. Auch kleinere Baumaschinen finden hier Platz.
Foto: Eduard
Ein Rückwärtskipper ist vielseitig verwendbar und lohnt sich für Betriebe, die gelegentlich Schüttgut transportieren. Auch kleinere Baumaschinen finden hier Platz.

Für viele Einzelteile und Ausrüstung

Beim Messeaufbau ist Stauraum das große Stichwort, sodass hier in erster Linie große Koffer und Pritschen mit Plane zum Einsatz kommen. Aber auch Rohranhänger und Langmaterial-Anhänger sind – genau wie beim Tischlerhandwerk - gefragt. Wenn eine PA-Anlage oder andere sperrige Technik an Bord ist, kann sich der Griff zum Abrollkipper lohnen, der die Ladung inklusive Ladefläche direkt auf dem Boden absetzen und wiederaufnehmen kann. Für Zugfahrzeuge bis 3,5 Tonnen sind ausreichend große Anhänger dieser Art ab etwa 10.000 Euro zu bekommen.

Wenn zusätzlich noch Glas- oder Acrylscheiben für den Aufbau transportiert werden müssen, kann man entweder zum Glastransportaufbau greifen, der sich auf der Ladefläche von Standardanhängern befestigen lässt oder greift für mehr Kapazität direkt zum Fenster-Anhänger für etwa 7.000 Euro. Eine sehr günstige Alternative beim Transport vieler flacher und ähnlich großer Glasscheiben sind Glastransportgestelle aus Holz, die auf Europaletten fixiert und daher leicht zu rangieren und transportieren sind. Autoglaser können mir einer solchen Lösung nur selten etwas anfangen, da sie zahlreiche unterschiedliche Scheibenformen transportieren müssen.

Um Pkw professionell zu transportieren, reicht in der Regel ein Hochlader mit Winde aus, der auch mit der Fahrhöhe von Sportwagen zurecht kommt. 
Foto: Böckmann
Um Pkw professionell zu transportieren, reicht in der Regel ein Hochlader mit Winde aus, der auch mit der Fahrhöhe von Sportwagen zurecht kommt. 

Vier Räder auf vier Rädern

Werkstätten und Autotransportfirmen sind ein eigener Bereich, wenn es um Anhänger geht. Autotransportanhänger sind in einer großen Bandbreite zu bekommen, die vom Universalhochlader bis zum speziellen Autotransporter mit Koffer reichen. Während Werkstätten, die nur gelegentlich Fahrzeuge anhängen, meist auf einfache Rückwärtskipper mit Winde (zirka 3.000 bis 5.000 Euro) setzen, kaufen große Autohäuser in der Regel spezielle Fahrzeugtransportanhänger, die eine eigene rutschsichere Spur für jede Achsseite haben.

Koffer oder Tieflader mit Plane werden von vielen Werkstätten und Vertretungen beim Motorradtransport bevorzugt, um Verschmutzungen und Diebstahl vorzubeugen. Zudem stehen die beiden Motorräder dann nicht mitten in der Windböe. Eine Kippfunktion ist für den Motorradtransport zwar praktisch, kann aber auch durch zwei Auffahrrampen ersetzt werden. Demnach reichen für diese Zwecke Standardkoffer und -pritschen vollkommen aus. Auf einen unauffälligen Transport setzen übrigens auch Überführungsfirmen und ziehen hochpreisige Oldtimer mit Vorliebe in speziellen Fahrzeugtransportkoffern, die ab etwa 12.000 Euro erhältlich sind. Diese gibt es auch mit einem kleinen Extra-Laderaum für Werkzeuge.

Werkstätten und Fahrzeugvertretungen sollten beim Kauf eines Anhängers dringend die minimale Fahrhöhe der zu transportierenden Pkw beachten. Sportwagen und tiefer gelegte Fahrzeuge können nicht ohne Weiteres auf jeden Anhänger geschoben oder gezogen werden. 

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