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Gefährliche Geschäfte

Bauträger nicht tragbar

Es soll ja Betriebe geben, in denen dieses Wort nicht mehr ausgesprochen werden darf: Bauträger. Wie verheerend das (Arbeits)Leben als Subunternehmer sein kann, zeigt die aktuelle Pleite einer bayerischen Dachdeckerei.

Euro in Ketten
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Gründung 2001, 36 Mitarbeiter, gute Auftragslage, tolles Firmengelände in der Kleinstadt Burgau: Im Prinzip hatte die Dachdeckerei und Spenglerei S. erfolgreich gearbeitet. Doch nach Forderungsausfällen in Höhe von 240.000 Euro musste Geschäftsführer Karl-Heinz S. zum Jahreswechsel den Insolvenzantrag stellen, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Den "Zahlungsaufforderungen nicht nachgekommen" sei vor allem ein Bauträger, zitiert die Tageszeitung den Insolvenzverwalter der Dachdeckerei. Was bemerkenswert ist: Exakt der selbe Bauträger habe bereits ein Jahr zuvor "dazu beigetragen", dass ein anderes Bauunternehmen der Region Insolvenz anmelden musste.

Weil die Substanz der Dachdeckerei offenbar gut ist und die Mitarbeiter loyal sind, gibt der Insolvenzverwalter einem erfolgreichen Insolvenzplan-Verfahren gute Chancen. Hat der Chef aus dem Desaster gelernt? Wird er sich in der Zukunft potenzielle Auftraggeber genauer ansehen? Darauf geht der Artikel der Augsburger Allgemeinen nicht ein.

Arbeiten Sie erfolgreich für Bauträger? Oder lassen Sie lieber die Finger von solchen Aufträgen? Und wie sichern Sie sich ab? Die Redaktion ist auf Ihre Erfahrungen gespannt!

(sfk)