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Urteil

Der Fiskus fährt mit – immer

Ausfallentschädigungen zugunsten eines Betriebs sind zu versteuern. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Fall entschieden.

Fiskus fährt mit:

Autoschlüssel
  - Gehört der Wagen dem Betrieb, dann spielt es keine Rolle, ob und wie die Ausfallentschädigung nach einem Unfall genutzt wird.
Gehört der Wagen dem Betrieb, dann spielt es keine Rolle, ob und wie die Ausfallentschädigung nach einem Unfall genutzt wird.
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Der Kläger hielt ein Fahrzeug im Betriebsvermögen, das er auch privat nutzte. Für einen Nutzungsausfall aufgrund eines Unfalls erhielt er von der Versicherung eine Entschädigung. Das Finanzamt behandelte die Zahlung als Betriebseinnahme. Der Steuerzahler machte geltend, dass der Unfall sich auf einer Privatfahrt ereignet habe. Außerdem habe er für die Zeit des Ausfalls kein Ersatzfahrzeug angemietet, sondern Urlaub genommen.

Der BFH entschied zugunsten des Finanzamtes: Gemischt genutzte bewegliche Wirtschaftsgüter seien ungeteilt entweder Betriebsvermögen oder Privatvermögen. Vereinnahme der Steuerpflichtige dafür Ersatzleis­tungen, so richte sich die steuerliche Beurteilung nach der Zuordnung des Wirtschaftsguts.

BFH: Urteil vom 27. Januar 2016, Az. X R 2/14

(red)

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