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11.10.2002

Arbeitszeitmodelle

Hilfe für neue Arbeitszeitmodelle

Jahresarbeitszeit oder Wahlarbeitszeit – der Westdeutschen Handwerkskammertag will Firmeninhaber bei der Einführung flexibler Arbeitszeiten mit einem Internetangebot unterstützen.

Informationen rund um flexible Arbeitszeitmodelle bietet ein Internetangebot des Westdeutschen Handwerkskammertag. Es stellt verschiedene Modelle vor, beleuchtet deren Vorzüge und klärt über rechtliche Grundlagen auf.

Weitere Hilfestellungen geben Praxisbericht, Literaturhinweise, Internetlinks und die aufgelisteten Beratungsstellen. Zwei kostenlose Broschüren können gleich online bestellt werden.

Die Arbeitszeitmodelle

Mit der starren Arbeitseinteilung konkurrieren in der Praxis längst flexible Modelle. Diese verteilen die Arbeitszeit unkonventionell auf den Tag, die Woche oder das Jahr. Die häufigste Lösung im Handwerk ist die Jahresarbeitszeit in Verbindung mit einem Zeitkonto, schreiben die Autoren der Webseite. Sie erklären auch andere Modelle wie die Bereichsfunktionszeit und Wahlarbeitzeit.

Vorteile flexibler Arbeitszeiten

Die Erwartungen an flexible Arbeitszeitmodelle sind sehr unterschiedlich, manche werden erfüllt: Mit flexiblen Arbeitszeiten können Auftragsspitzen und Stoßzeiten besser gehandhabt werden, des weiteren bieten sie Spielraum beim Abbau von Überstunden. Nicht zuletzt können Mitarbeiter von familienfreundlichen Arbeitszeiten profitieren. Im Kampf um gute Fachkräfte kann sich flexible Arbeitszeit als ein Wettbewerbsvorteil erweisen.

Rechtliches

Damit Firmeninhaber sich nicht mit ihren Regelungen in juristischen Fallstricken verfangen, informiert das Internetangebot auch über die rechtlichen Grundlagen. Und die sind sehr breit. Denn bei der Arbeitszeit greifen viele Schutzbestimmungen: Mutterschutzgesetz, Tarifverträge, das Teilzeit- und Befristungsgesetz, um nur drei zu nennen. Die Autoren klären ferner, was bei Betriebsvereinbarungen zu beachten ist und woran der Betriebsrat mitwirken darf.

Aus der Praxis

Firmeninhaber Bernd Berse berichtet, wie er seinen Betrieb die Arbeitszeit flexibilisierte. In seinem Tischlereibetrieb "Holz und Form" in Haltern (Nordrhein-Westfalen) wird jetzt vier Tage die Woche gearbeitet. Die Anlaufschwierigkeiten seien längst durch die Vorzüge des neuen Systems aufgewogen.

Online-Test

Mit einem kleinen Online-Test können Firmeninhaber ihren Bedarf an flexiblen Arbeitszeitmodellen überprüfen. Dabei müssen sie 28 Fragen mit Ja oder Nein beantworten. Die Auswertung ist schlicht: Entweder sie kommen für flexible Modelle in Frage oder nicht. Dennoch, wer die Fragen liest, wird vielleicht auf bisher vernachlässigte Aspekte aufmerksam.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Die Initiative Flexible Arbeitszeiten im Handwerk

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