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Marketing per Social Media

Bei Google ist dieser Maler ganz weit vorne

Internet statt Anzeigen: Sascha Trynoga ist seit drei Jahren auf allen Kanälen im Web aktiv. Jetzt hat der Malermeister eine „kleine Schreibblockade“. Ein Problem?

Starkes Ranking bei Google ...
Zielflagge
Starkes Ranking bei Google ... - ... dank starker Präsenz in den Social Media!
... dank starker Präsenz in den Social Media!
Foto: BilderBox.com

Kein wichtiger Social-Media-Kanal, auf dem Sascha Trynoga (34) nicht zu finden ist: Facebook, Google plus und Twitter, Pinterest und Instagram – und natürlich betreibt der 34-Jährige auch ein eigenes Blog und hat eine Website für seinen Betrieb.

Diese Kanäle befeuert er alle persönlich. Wer sollte sich in seinem Drei-Mann-Betrieb auch sonst darum kümmern? Der Aufwand: „Netto vielleicht ein Stündchen am Tag“, berichtet der Malermeister aus Wuppertal. Zur Zeit sei es allerdings nicht ganz so viel. „Weniger ist mehr, habe ich festgestellt“.

Schreibblockade ohne Folgen
Hinzu kommt: Trynoga hat anscheinend eine „kleine Schreibblockade“. Er habe zwar viele Ideen. „Aber ich merke gerade, dass sich nicht immer so einfach in Worte fassen lässt, was einem im Kopf eigentlich klar ist.“

Sorgen macht er sich deswegen nicht: „Die Basis ist vorhanden, es läuft jetzt auch so. Selbst wenn ich mal nicht so viel schreibe.“

Die Basis – das sind die Artikel in Trynogas Blog und seine Präsenz in den Social Media. Beides wirkt sich positiv auf das Google-Ranking der Firmenwebsite aus. Sucht ein potenzieller Kunde bei Google nach „Maler Wuppertal“, findet er Trynogas Seite gleich zweimal auf der ersten Seite. Nur ein Wettbewerber ist noch besser gerankt.

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Was bringt Social Media dem Maler?

Anfragen erhält Trynoga auf zwei Wegen: durch persönliche Empfehlungen und über das Internet. „Lange Zeit war das 50 zu 50, aber inzwischen ist das Web etwas weiter vorne.“ Manche Anfragen kommen über Twitter, manche Kunden lesen sein Blog – und fast alle werden von Google dorthin gelenkt.

Bei der Auftragsquote haben allerdings persönliche Empfehlungen weiter die Nase vor. „Da ist die Auftragsquote wesentlich höher.“ Interessenten aus dem Internet suchen nach Trynogas Erfahrung eher nach Vergleichsangeboten. Reine Angebotssammler seien die Internet-Kunden allerdings auch nicht, sondern sie wollen sich schon ein Bild vom Unternehmer machen. Die Infos auf Facebook amp; Co schaffen da eine gewisse Vertrauensbasis. Denn der Maler versteckt sich nicht hinter Produktbildern, sondern schreibt und fotografiert sehr persönlich aus seinem (Berufs-)Leben.

„Neulich hat ein Kunde mein Blog über Google gefunden und erzählte dann, er habe sich dort alles durchgelesen, von vorne bis hinten.“ Trynoga sei ihm so sympathisch, habe der Kunde am Telefon erklärt, daher werde er gar nicht erst ein Vergleichsangebot einholen.

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Zeit statt Geld für das Marketing

Gut ausgelastet ist der Malerbetrieb jedenfalls. Als Trynoga 2011 mit dem Web anfing, war er noch Solounternehmer. Inzwischen hat er zwei Mitarbeiter. Anzeigen und Telefonbucheinträge hat er in dieser Zeit irgendwann aufgegeben. „Da gab es wenig Feedback.“

Statt Geld investiert er heute also seine Zeit in Marketing. „Das kostet mich nichts, nur Zeit, und es kommt etwas mehr heraus.“

Das fällt dem Unternehmer auch nicht schwer. „Ich weiß nicht, ob ich so viel Zeit investieren würde, wenn es mir nicht so viel Spaß machen würde.“ Die Kommunikation über das Web sei schon fast eine „kleine Sucht“. Aber nur eine kleine, denn „meine Hauptaufgabe ist es, meine Kunden glücklich zu machen“.

„Inspirieren lassen, aber nicht kopieren“
Sein Rat an Kollegen: „Jeder sollte seinen eigenen Ansatz finden. Man kann sich natürlich an anderen orientieren und von ihnen inspirieren lassen. Aber wenn man es genauso macht wie die anderen, würde es nicht funktionieren. Denn Social Media beruht ja darauf, dass man authentisch ist. Es geht darum, dass man seine eigenen Worte und seinen eigenen Blickwinkel auf den persönlichen Betriebsalltag findet.“


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