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„Putzkunst" zerstört Kunstwerk

"Putzkunst" zerstört Kunstwerk

„Putzkunst" zerstört Kunstwerk

Der Fall vor ein paar Jahren machte Schlagzeilen. Josephs Beuys #8216; berühmte Fettecke war der Putzfrau ein Dorn im Auge #8211; und flugs hatte sie den vermeintlichen Schandfleck gereinigt. Nicht ahnend, dass sie damit ein Kunstwerk zerstörte. Jetzt ist der Beuys-Schülerin Erinna König ähnliches widerfahren. Eine Putzfrau hat aus Versehen eines ihrer Werke zerstört. Um den Boden gründlich zu reinigen, hatte die Reinigungskraft die Stühle gestapelt. Dabei verkantete sich das Kunstwerk "Wendelbild links #8221;, rutschte vom Haken #8211; und landete auf dem Fußboden. Übrig blieben nur noch Trümmerstücke. Den Wert des Werkes, ein alter Holzrahmen mit einem Stück eines historischen Treppengeländers, hatte der Galerist auf rund 7.000 Mark geschätzt. Jetzt will die Künstlerin die Reinigungsfirma verklagen und zumindest den Preis herausholen, den das Werk auf dem Markt erzielt hätte. Denn der Sachverständige, den die Reinigungsfirma geschickt hatte, kam zu dem Schluss: Kleben reicht, die Schäden seien ohne großen Aufwand zu beheben. Als Entschädigung sollte es nur 1.000 Mark geben. Der Amtsrichter will nun einen Kunstsachverständigen urteilen lassen.

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