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Neue Anforderungen an den Betriebsalltag

Sind Sie für den Wandel gerüstet?

Wie können Betriebe dem Wandel in der Arbeitswelt begegnen? Indem sie ihre Mitarbeiter fit halten - geistig und körperlich.

Wohin führt der neue Weg?
kompass
Wohin führt der neue Weg? - Ganz genau kann man das nicht sagen. Klar ist nur: Der Arbeitsalltag im Handwerk wird sich ändern und die Betriebe müssen sich darauf einstellen.
Ganz genau kann man das nicht sagen. Klar ist nur: Der Arbeitsalltag im Handwerk wird sich ändern und die Betriebe müssen sich darauf einstellen.
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Die Arbeitswelt hat sich verändert und wird sich in Zukunft noch stärker wandeln. Handwerksbetriebe müssen jetzt schon auf den Wandel reagieren, wenn sie später nicht das Nachsehen haben wollen. Das machte Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwighafen vor den Unternehmerfrauen aus ganz Deutschland deutlich. Auf dem UFH-Bundeskongress in Fürth betonte sie, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für Betriebe ist. Und zwar nicht im eigentlichen Sinne von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Es geht vielmehr darum, in der Unternehmensführung auf Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Beweglichkeit zu setzen. Das Ziel: Die Investition in das größte Kapital jedes Handwerksbetriebs – seine Mitarbeiter.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem Fachkräftemangel verwies Rump auf eine angemessene Marketingstrategie. „Besonders kleine Betriebe müssen sich auf dem Markt behaupten und dafür eine eigene Markenpolitik entwickeln“, betonte sie. Und die Strategie sollte bei der Zielgruppe ankommen und sie überraschen. „Im Idealfall begeistern Sie Schüler für eine Ausbildung im Handwerk. Dann haben Sie den Nachwuchs für die nächsten Jahre sicher“, sagte Rump.

Für die Mitarbeiterbindung hat die Universitätsprofessorin einen 7-Punkte-Plan entwickelt. Im Kern dieses Plans stehen Kompetenzen der Mitarbeiter, ihre Motivation und die Gesundheit. Um gerade in körperlich anstrengenden Berufen die Fitness der Mitarbeiter zu unterstützen, rät Rump, ihnen Vorschläge zum Thema Gesundheitsförderung anzubieten. „Schaffen Sie Anreize, damit Ihre Mitarbeiter sich fit halten und gesund ernähren.“ Eine Obstschüssel im Betrieb könnte ein Schritt sein. Oder: „Schenken Sie Ihrem Team Arbeitsstunden, wenn Sie wissen, dass sie in der Zeit Sport treiben“, empfiehlt Rump. Denn jeder Betrieb habe etwas davon, wenn das Team gesund ist. Kranke Mitarbeiter haben Arbeitsausfall zur Folge und das schadet jedem Betrieb.

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"Das Thema Gesundheit wird wichtiger"

Hannelore Baumgarten setzt die Tipps der Experten zum Thema Athmosphäre seit Jahren in ihrem Heizungs- und Sanitärbetrieb in Celle um. „Wir wissen, was unsere Mitarbeiter bewegt und gehen gezielt auf sie ein. Das tut dem Arbeitsklima gut und alle hier sind zufrieden“, sagt sie. Der Lohn für ihre Mühe: „Momentan haben wir eine große Baustelle, auf der nur nach Feierabend gearbeitet werden kann“, sagt Baumgarten.

Für die Monteure sind die Arbeitszeiten aber kein Problem, sie passen sich den besonderen Gegebenheiten an. „Vor dem abendlichen Einsatz versorgen wir sie mit einer Mahlzeit, damit ihre Energie bis zum Feierabend anhält.“ Das sei auch eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter zu binden, betont die Unternehmerin.

Der Appell der Expertin auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung hat auch Hannelore Baumgarten aufgerüttel. Über aktive Gesundheitsförderung für ihre fünf Mitarbeiter hatte die Unternehmerin vorher noch nicht nachgedacht.   Nach dem Vortrag sei ihr bewusst geworden, dass sie so schnell wie möglich damit anfangen muss. „Ich habe gleich mit meinem Mann gesprochen und wir sind dabei, einen detaillierten Plan zu erarbeiten“, berichtet Baumgarten. Gerade für die Monteure sei ein Ausgleich zu der schweren Arbeit nötig, wenn sie noch viele Jahre in ihrem Betrieb arbeiten sollen.

(ja)

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