Foto: © Eisenhans - Fotolia.com

Arbeitsrecht

Alternativ zur Kündigung: Aufhebungsverträge erleichtert

Viele Arbeitnehmer verzichten auf einen Aufhebungsvertrag, um keine Sperrfrist für ihr Arbeitslosengeld zu riskieren. Das müssen sie künftig nicht mehr, wenn Chefs und Arbeitnehmer diese Dinge beachten.

Ein friedlich geschlossener Aufhebungsvertrag, Chef und Arbeitnehmer gehen getrennte Wege und widmen sich neuen Zielen. So einfach ist es selten.

Bisher drohte Arbeitnehmern eine Sperrzeit, wenn sie an der Auflösung ihrer Anstellung vorsätzlich oder grob fahrlässig mitgewirkt haben, erklärt die Rechtsanwaltskanzlei Römermann in ihrem Blog. Das schließe die Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags ein.

Neue Geschäftsanweisungen der Agentur für Arbeit

Doch das Sozialgesetz erlaubt Ausnahmen von dieser Regelung, wenn wichtige Gründe vorliegen. Diesen Ausnahmen trägt die Bundesagentur für Arbeit seit dem 25. Januar 2017 mit neuen Geschäftsanweisungen stärker Rechnung. Die Anweisungen sind für die jeweiligen Sachbearbeiter der Arbeitsagenturen verbindlich, schreibt Kanzlei Römermann.

Haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet, droht demnach keine Sperrzeit, wenn:

  • Der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mit Bestimmtheit eine Kündigung in Aussicht gestellt hat.
  • Betriebliche oder personenbezogene – aber nicht verhaltensbedingte – Gründe für die drohende Kündigung galten.
  • Die Kündigungsfrist eingehalten wird. Der Aufhebungsvertrag darf diese Frist nicht unterschreiten.
  • Der Arbeitnehmer eine Abfindung von bis zu 0,5 Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhält.

Die Regelung finden Sie hier im PDF der Arbeitsagentur ab Seite 12.

Arbeitszeugnis: Zu viel Lob ist nicht gut

Ein schlechtes Arbeitszeugnis will kein Arbeitnehmer. Über den grünen Klee loben dürfen Sie ehemalige Mitarbeiter auch nicht – denn das kann den Zweck eines Arbeitszeugnisses verfehlen.
Artikel lesen >

So gehen Arbeitgeber die Urlaubsplanung richtig an

Die Urlaubsplanung birgt Konfliktpotenzial – besonders begehrt sind Brückentage. Durch ein geschicktes Vorgehen und die Beachtung wichtiger Grundsätze können Sie mögliche Probleme aus dem Weg räumen.
Artikel lesen >

Personal

Die fünf größten Fehler bei Kündigungen

Jemandem kündigen zu müssen, ist keine schöne Aufgabe. Noch schlimmer wird sie, wenn man grobe Fehler macht und die Kündigung unwirksam ist.

LAG-Urteil

Arbeitszeitbetrug: Ist eine Kündigung ohne Abmahnung möglich?

Volle Arbeitszeit auf dem Stundenzettel eintragen, aber früher gehen? Das ist Arbeitszeitbetrug! Aber darf ein Arbeitgeber deshalb ohne vorherige Abmahnung eine Kündigung aussprechen?

Recht

Krankes Kind: Kündigung ist trotzdem wirksam

Haben Arbeitnehmer ein krankes Kind zu Hause, dürfen sie der Arbeit fernbleiben und müssen keine Kündigung fürchten – normalerweise zumindest. Dennoch kann eine Kündigung rechtens sein.

Recht

Kündigung nach Krankheit: Chefs sind in der Nachweispflicht

Einem Arbeitnehmer einen Tag nach Ende der Krankschreibung kündigen? Das ist keine gute Idee, denn der Arbeitgeber muss den Zusammenhang widerlegen können.