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Burn out

Ausgebrannt am ArbeitsplatzAusgebrannt am Arbeitsplatz

Fühlen Sie sich selbst am Wochenende gehetzt? Atmen Sie erleichtert auf, sobald Sie am Abend die Firma verlassen? Sind Krankheiten aufgetaucht, die Sie vorher nicht hatten? Falls ja, könnten dies erste Anzeichen für ein "Burn-out"-Syndrom sein.

Fühlen Sie sich selbst am Wochenende gehetzt? Atmen Sie erleichtert auf, sobald Sie am Abend die Firma verlassen? Sind Krankheiten aufgetaucht, die Sie vorher nicht hatten? Falls ja, könnten dies erste Anzeichen für ein "Burn-out"-Syndrom sein.

Hinter der englischen Bezeichnung "Burn out" verbirgt sich ein Zustand des "Ausgebranntseins" und der totalen Erschöpfung. Das tückische: Oftmals sind die "Batterien" der Betroffenen so sehr entleert, dass diese in ihrer Niedergeschlagenheit stecken bleiben. Einer Umfrage des Emnid-Instituts zufolge litt Mitte der neunziger Jahre bereits jeder vierte Erwerbstätige unter den Krankheitssymptomen. Ursprünglich als reine Managerkrankheit bekannt geworden, ist das "Burn-out"-Phänomen inzwischen auch im Handwerk keine Seltenheit mehr.

Gefahren für viele Gewerke

"Die psychisch bedingten Krankheiten sind unübersehbar auf dem Vormarsch. Der Grund liegt in stetig steigendem Zeitdruck, höheren Arbeitsanforderungen und wachsenden Kundenbedürfnissen", bestätigt Andrea Fritzsche, Referentin für Gesundheitsförderung bei der IKK Niedersachsen. "Burn-out"-gefährdet seien insbesondere Gewerke mit Schwerpunkt im Außengeschäft und mit viel Kundenkontakt. In diesen Branchen fehle der Halt einer stabilen Arbeitsumgebung. Vermehrt betroffen seien zudem Frauen durch die Doppelbelastung von Beruf und Familie. "Wenn ein wichtiger Kunde das Telefon klingeln lässt und gleichzeitig die Kinder aus der Schule kommen, ist das Stress pur", veranschaulicht die niedersächsische Pressesprecherin der Unternehmerfrauen im Handwerk, Monika Sander.

Die gute Nachricht: Wer sich und seine Mitarbeiter von übermäßigem Stress entlasten will, kann auf ein ganzes Bündel von Handlungsmöglichkeiten zurück greifen. Diese reichen von gezielten Mitarbeitergesprächen über Maßnahmen der Arbeitsplatzgestaltung bis hin zum Erlernen von Entspannungstechniken. Auch der Besuch von Fortbildungen zu Zeitmanagement und Mitarbeiterführung kann ein Weg sein, unnötigen Stress im Betrieb zurück zu drängen.

Service-Angebote nutzen

Krankenkassen und Berufsgenossenschaften werben mit handwerksspezifischen Serviceangeboten vor allem für ein offensives Gesundheitsmanagement. "Ausgeglichene Mitarbeiter weisen nicht nur niedrigere Krankenstände auf, sie sind auch motivierter und liefern bessere Arbeitsergebnisse ab. Auch im Wettstreit um qualifizierte Bewerber haben gesundheitsbewusste Unternehmen die besseren Karten", unterstreicht Wolfgang Krause als Vorstandsvorsitzender der IKK Niedersachsen.

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