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Gesundheitspolitischer Auslandseinsatz

Auslandseinsatz sorgt für Ärger

Ein Sparbefehl der Bundeswehr ärgert Deutschlands Zahntechniker. Seit knapp zwei Monaten ordern zehn Bundeswehrzahnärzte Zahnprothesen bei einem niedersächsischen Dentalhändler, der Kronen und Brücken von einem zahntechnischen Labor in Polen herstellen lässt.

Ein Sparbefehl der Bundeswehr ärgert Deutschlands Zahntechniker. Seit knapp zwei Monaten ordern zehn Bundeswehrzahnärzte Zahnprothesen bei einem niedersächsischen Dentalhändler, der Kronen und Brücken von einem zahntechnischen Labor in Polen herstellen lässt.

Das Bundesverteidigungsministerium (BuMVG) will mit dem Pilotpojekt prüfen, ob die kostengünstigen Angebote notwendige qualitative Standards erfüllen und gleichzeitig den Wehretat entlasten können. Die Antwort darauf kennt der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) schon heute. Das wird nicht funktionieren. Nur der Zahntechniker vor Ort kann dauerhaft umfassende Qualität garantieren, sagt VDZI-Generalsekretär Walter Winkler im Gespräch mit handwerk.com

Die Pläne für den Sparkurs der Bundeswehr sind im April ans Licht der Öffentlichkeit geraten. Seitdem leistet der VDZI bei den politischen und medizinischen Spitzen im Verteidigungsministerium Überzeugungsarbeit. Bislang ohne Erfolg. Sein Verband habe keine Rechtspostion gegenüber der Bundeswehr, verdeutlicht Winkler. Die Verantwortlichen des Ministeriums seien leider in Verordnungen und Erlassen gefangen, die sie nicht innerhalb weniger Monate beiseite wischen könnten.

Inzwischen liegen dem Verteidigungsministerium 15 weitere vergleichbare Angebote aus allen Regionen Deutschlands vor, die ebenfalls die Höchstpreislisten für zahntechnischen Leistungen unterschreiten, erklärt ein BuMVG-Sprecher auf Nachfrage.

Doch ist es nicht ein Widerspruch, dass es einerseits staatliche Arbeitsplatzprogramme gibt, andererseits aber staatliche Stellen bewusst Aufträge vergeben, die im Ausland abgearbeitet werden? Es erscheine fraglich, ob ein Pilotprojekt mit zehn beteiligten Zahnärzten gegenüber cirka 60.000 in Deutschland praktizierenden Zahnärzten Einflüsse auf den Arbeitsmarkt zu bewirken vermag, lautet das Statement aus dem Verteidigungsministerium.

Mit harschen Worten kritisiert Herbert Stolle, Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Zahntechnischer Laboratorien, die Sparkaktivitäten der Bundeswehr: Dieselben Soldaten, die in ouf of area-Einsätzen ihr Leben riskieren, werden hier wegen ein paar Euro angeblicher Ersparnis als Versuchskaninchen missbraucht.

Es ist einfach, den rhetorischen Prügel auszupacken. Aber das bringt nichts. Wir suchen den konstruktiven Dialog, eine andere Möglichkeit haben wir nicht, sagt Walter Winkler zu Stolles Vorwürfen.

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Beim Zahnersatz ist etwas faul

Beim Zahnersatz ist etwas faul

Neue Runde im Abrechnungsskandal: Dentallabore sind einmal mehr ins Fadenkreuz der Justiz geraten. Die Unternehmen sollen – zum Schaden von Kassen und Patienten – Billigprodukte aus dem Ausland in Deutschland teuer vermarktet haben.

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"Wir müssen dann Leute entlassen"

"Wir müssen dann Leute entlassen"

Die aktuellen Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt könnten allein in der Zahntechnikerbranche 35.000 Arbeitsplätze kosten, befürchtet Zahntechniker-Generalsekretär Walter Winkler.

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"Wir müssen dann Leute entlassen"

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Die aktuellen Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt könnten allein in der Zahntechnikerbranche 35.000 Arbeitsplätze kosten, befürchtet Zahntechniker-Generalsekretär Walter Winkler.

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"Partnerschaftliches Miteinander"

Die Bundeszahnärztekammer geht davon aus, dass das Verhältnis zwischen Zahnarzt und Zahntechniker ganz überwiegend von gegenseitigem Respekt und partnerschaftlichem Miteinander zum Wohle des Patienten geprägt ist.

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