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Panorama

Ausrede eines Elektrikers entpuppt sich als vorgetäuschte Straftat

Ein Elektriker wird spätabends von der Polizei geblitzt. Daraufhin versucht er, sich mit einer Ausrede aus der Affäre zu ziehen. Doch damit bringt er sich erst recht in die Bredouille.

„Bei mir wird eingebrochen, ich muss schnell nach Hause“ – mit diesem Ausruf hofft ein Elektriker, glimpflich davonzukommen, berichtet der Rhein-Sieg-Anzeiger. Zuvor war der selbstständige Handwerker mit seinem Firmenwagen mit erheblicher Geschwindigkeit von der Polizei geblitzt worden.

Die Beamten winkten den Fahrer daraufhin mit der Kelle heraus, doch der 25-Jährige hielt nicht an. Stattdessen bog er in eine Firmenzufahrt ein. Dann die Ausrede mit dem Einbruch – der hatten die Polizisten zunächst Glauben geschenkt. Deshalb schickten sie einen Streifenwagen zur Meldeadresse des Handwerkers. Von einem Einbruch fehlte dort aber jede Spur.

Als die Polizisten die Papiere des Fahrers kontrollierten, fiel ihnen aber etwas anderes auf: Dem Elektriker war bereits in der Vergangenheit die Fahrerlaubnis entzogen worden.

Die Richter verurteilten den Mann schließlich wegen Vortäuschung einer Straftat und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 3600 Euro. Aufgrund der Strafhöhe landete diese zudem in seinem polizeilichen Führungszeugnis.

Den Firmenwagen zogen die Richter aber nicht ein, wie es die Staatanwaltschaft gefordert hatte. „Das wäre unverhältnismäßig“, sagte Amtsrichter Hauke Rudat laut Rhein-Sieg-Anzeiger.

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