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Edeka startet Auto-Verkauf über Supermärkte

Auto-Schnäppchen aus dem Supermarkt

Mit einem Minus von knapp sieben Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen ist das erste Quartal dieses Jahres für die Autohäuser enttäuschend verlaufen. Jetzt lässt eine weitere Nachricht die Branche aufhorchen: In Edeka-Supermärkten hat der Verkauf von Autos begonnen. Skandal oder ganz normaler Wettbewerb? Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie an die redaktion@handwerk.com.

In Edeka-Supermärkten hat ungeachtet des Widerstands von Fiat der Verkauf von Autos begonnen. In 400 Edeka-Märkten in Baden-Württemberg können Kunden

einen Fiat Punto im Paket mit einem Motorroller oder Laptop-Computer

und weiteren Elektronikprodukten bestellen. "Wir registrieren eine

sehr starke Resonanz", sagte Duschan Gert, Sprecher der regionalen

Lebensmittel- Genossenschaft. Skandal oder ganz normaler Wettbewerb? Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie an die redaktion@handwerk.com.

Die Fiat Automobil AG mit Sitz in Heilbronn hat unterdessen nach

eigenen Angaben eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Verkauf

zu stoppen. "Es gibt keinen Vertrag zwischen Edeka und Fiat", sagte

Unternehmenssprecher Thomas Casper in Frankfurt. Die rechtlichen

Schritte seien auch deshalb eingeleitet worden, weil das angebotene

Paket wettbewerbsrechtlich unzulässig sei.

Der Edeka-Sprecher nannte die Reaktion "total unverständlich". Die

deutsche Fiat-Zentrale sei an der Vorbereitung der zeitlich

begrenzten Aktion beteiligt gewesen. Beim Amtsgericht Offenburg war

bis zum Nachmittag kein Antrag auf eine einstweilige Verfügung

eingegangen.

Die Autos könnten nicht im Supermarkt, sondern nur bei einem

Händler in Berlin abgeholt werden, erklärte Gert. Inklusive der Reise

betrage der Preis für das Paket 24.500 DM (12 519 Euro) zuzüglich

Überführungskosten - deutlich weniger als handelsüblich. Geliefert

werde innerhalb von sechs Wochen.

Der von Edeka als Partner genannte Händler dementierte die

Vereinbarung. Er habe "keinerlei Geschäftsbeziehungen mit Edeka",

sagte Stefan Schmidt, Geschäftsführer des Fiat Centro in Berlin. "Wir dürfen nur an den Endkunden liefern." Bereits im

vergangenen Sommer wollte Edeka 15.000 smart-Stadtautos in

Supermärkten verkaufen, brach die Aktion aber ab, als DaimlerChrysler

keine Fahrzeuge zur Verfügung stellen wollte.

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