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Baugewerbe befürchtet weitere Talfahrt

Die Talfahrt der deutschen Bauwirtschaft ist nach Ansicht des Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath, noch nicht zuende. Während sich die Lage in Westdeutschland leicht beruhige, werde sich der Rückgang im Osten fortsetzen, sagte Frauenrath.

Die Talfahrt der deutschen Bauwirtschaft ist

nach Ansicht des Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen

Baugewerbes, Arndt Frauenrath, noch nicht zuende. Während sich die

Lage in Westdeutschland leicht beruhige, werde sich der Rückgang im

Osten fortsetzen, sagte Frauenrath. Grund sei der zurück gehende Wohnungsneubau.

Die Zahl der am Bau Beschäftigten habe sich in den vergangenen fünf

Jahren bereits um 30 Prozent auf etwa eine Million verringert.

Ein Verlust von zusätzlich zehntausenden Stellen drohe mit der EU-

Osterweiterung. Die deutsche Bauwirtschaft stehe der osteuropäischen

Konkurrenz nahezu chancenlos gegenüber, wenn für die Freizügigkeit

osteuropäischer Firmen und Arbeitnehmer nicht eine Übergangsfrist von

mindestens zehn Jahren vorgesehen werde.

Vom Abwärtstrend weniger betroffen sei der Holzbau, der zunehmend

Aufträge zum Ausbau bestehender Häuser erhalte, sagte der Vorsitzende

des Bundes Deutscher Zimmermeister, Heinrich Cordes. Er erwarte, dass

der Anteil der Ausbauarbeiten am Arbeitsvolumen der Zimmerer von

derzeit etwa 50 Prozent auf 70 Prozent steige. Traditionelle Arbeiten

wie das Erstellen von Dachstühlen seien rückläufig, und der Bau von

Holzhäusern stagniere. Neue Aufträge gebe es hingegen bei exklusiven

Holzausstattungen und der Gestaltung von Freizeiteinrichtungen. Die

Zahl der im Holzbau Beschäftigten werde mit rund 76.000 stabil

bleiben.

Von der EU-Osterweiterung verspricht Cordes sich für den Holzbau

die Möglichkeit der Erschließung neuer Märkte. Deutsche Firmen

könnten im Osten mit dort noch nicht verbreiteten Techniken

Bauprojekte ausführen.

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