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Baugewerbe rechnet nicht mit Trendwende am Bau

Baugewerbe rechnet nicht mit Trendwende am Bau

Das Baugewerbe erwartet in diesem Jahr keine konjunkturelle Trendwende. Lediglich die Baugenehmigungen im Nicht-Wohnbau könnten zu einer Stimulierung beitragen. Zudem habe sich die Zahlungsmoral privater und öffentlicher Auftraggeber trotz gesetzlicher Verbesserungen nicht nachhaltig geändert. Die Branche benötige ein einschlägiges Bauvertragsgesetz.

Das Baugewerbe erwartet im laufenden Jahr keine

Aufhellung der Baukonjunktur. Die Branche gehe in das sechste

Rezessionsjahr in Folge, sagte der Präsident des Zentralverbandes des

Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath. Die

Zahlungsmoral privater und öffentlicher Auftraggeber habe sich trotz

gesetzlicher Verbesserungen nicht nachhaltig geändert. Die Branche

benötige ein einschlägiges Bauvertragsgesetz mit einem wirkungsvollen

Recht auf Abschlagszahlungen.

Frauenrath warf der rot-grünen Bundesregierung eine

mittelstandsfeindliche Politik vor. Bei der EU-Osterweiterung sei die

vom Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) favorisierte Übergangsfrist

von sieben Jahren bei Dienstleistungsfreiheit und Freizügigkeit zu

kurz. Das Baugewerbe plädiere für zehn Jahre.

Bei der Bautätigkeit sei im Jahr 2001 keine Trendwende zu

erwarten, sagte Frauenrath. Lediglich die Baugenehmigungen im Nicht-Wohnbau könnten zu einer Stimulierung beitragen. Während im Westen

die Baugenehmgungen für Büro- und Verwaltungsgebäude und im Osten die

für Fabrik- und Werkstattgebäude ein beachtliches Plus aufwiesen,

bleibe die Tendenz für andere Gebäudekategorien meist leicht negativ.

Im Wohnungsbau betrage der Genehmigungsrückgang um die 20 Prozent.

Die Arbeitsgemeinschaft der Bau-

Berufsgenossenschaften forderte eine Reform der Unfallversicherung. Der Vorstandsvorsitzende Sigmar Madlener forderte dringend Hilfe von

Bundesregierung und Bundestag. Ansonsten könne die von den

Arbeitgebern finanzierten Körperschaften finanziell nicht überleben.

Der viel zu hohe Anteil des Beitrags der Baubetriebe für die

Berufsgenossenschaften sei für den Wirtschaftzweig nicht weiter

hinnehmbar.

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