Turmfalken (Symbolbild)
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Panorama

Baukran macht Überstunden für Falken-Nachwuchs

Um vier Turmfalken-Küken das Überleben zu sichern, drückte eine Zimmerei bei der Auftragsbearbeitung ein Auge zu. Auf Kosten ihres Zeitplans.

Wenn teure Maschinen stillstehen, machen sie vor allem eines: Sie kosten das Unternehmen Geld. Deswegen will jeder Betrieb Maschinenstillstandszeiten so gut es geht vermeiden. Doch manchmal gibt es Umstände, die dann doch wichtiger sind als der reine Umsatz.

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Der Handwerksbetrieb Zimmerer-Profibau aus Nordrhein-Westfalen hat so einen Umstand jüngst erlebt, wie das Westfalen-Blatt online berichtet. Der Betrieb bearbeitete demnach eine Baustelle in einem Neubaugebiet, für die er auch einen Kran im Einsatz hatte. Ausgerechnet den hatte ein Turmfalkenpärchen als idealen Nistplatz auserkoren.

Das Bauunternehmen bemerkte seine Raubvogel-Gäste und schaltete den Naturschutzbund ein. 29 Tage brütet die Vogelart laut Nabu. Ergebnis laut Zeitungsbericht: Vier gesunde Turmfalken-Küken sind im Baukran in 22 Meter Höhe zur Welt gekommen. Sie sollten geborgen und in eine Aufzuchtstation verlegt werden. Doch als die Baustelle abgeschlossen war, waren die jungen Turmfalken noch gar nicht umzugsfähig.

So ließen die Zimmerer den Kran ruhen. Zwei Wochen Sonderstillstand aus Liebe zu den Falkenjungen. Auch den Bauherrn seines Anschlussprojektes holte der Betrieb ins Boot. Denn für den war der Kran schon eingeplant. Doch auch der Bauherr zeigte Verständnis und nahm die Bauverzögerung in Kauf.

Am Ende konnten die Küken mithilfe der Feuerwehr aus ihrem Kranversteck geborgen werden. Sie sollen in einer Wildtier- und Artenschutzstation großgezogen und später ausgewildert werden.

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