Für einige Betriebe ist die Entsorgung von Bauschutt deshalb schon jetzt ein Problem.
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Politik und Gesellschaft

Bauschutt-Tourismus wegen knapper Deponiekapazitäten?

Die Zahl der Bauschutt-Deponien in Deutschland sinkt. Die Entsorgungswege werden immer länger – und es könnte noch schlimmer kommen.

Mehrere hundert Deponien erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihrer Betriebsdauer. Das berichtet faz.net unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach gab es im Jahr 2016 insgesamt 1108 Deponien in Deutschland, das sind fast 900 weniger als vor zehn Jahren. Und bis 2025 sollen mehr als 500 weitere Deponien das Ende ihrer vorgesehenen Betriebsdauer erreichen.

Damit würden die Deponiekapazitäten zunehmend knapp. Probleme bei der Entsorgung von Bauschutt gibt es aber schon heute – so zum Beispiel in Bayern. „Jedes Jahr werden mehrere hunderttausend Tonnen nach Thüringen gefahren“, zitiert faz.net Holger Seit von der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern. Schutt aus dem Freistaat werde aber auch nach Baden-Württemberg, Österreich und Tschechien transportiert. Seil meint: „Inzwischen sind Wege von 30 bis 100 Kilometer fast schon die Regel.“

Welche Erfahrungen machen Sie bei der Entsorgung? Müssen Sie in andere Bundesländer oder ins Ausland fahren, um Ihre Bau- und Abbruchabfälle zu entsorgen? Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier! (red)

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