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Befreiungsschlag

"Befreiungsschlag bei Steuerreform zu zaghaft"

Auf den von der Bundesregierung vorgelegten weit reichenden Stufenplan für Steuersenkungen bis zum Jahr 2005 hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin eher verhalten reagiert. Nach Ansicht des ZDH-Präsidenten Dieter Philipp kommt der notwendige und von allen erhoffte Befreiungsschlag in Sachen Steuerreform zu zaghaft, um wirklich Investitionstätigkeit, Wachstum und damit die Beschäftigung zu stärken.      

Auf den von der Bundesregierung vorgelegten weit reichenden Stufenplan für Steuersenkungen bis zum Jahr 2005 hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin eher verhalten reagiert. Nach Ansicht des ZDH-Präsidenten Dieter Philipp kommt der notwendige und von allen erhoffte Befreiungsschlag in Sachen Steuerreform zu zaghaft, um wirklich Investitionstätigkeit, Wachstum und damit die Beschäftigung zu stärken. Nach den jetzt vorliegenden Plänen, denen der entsprechende Gesetzesentwurf im Januar 2000 folgen soll, sollen Bürger und Betriebe um mehr als 70 Mrd. Mark entlastet werden. Kernstück der für 2001 geplanten Unternehmenssteuerreform ist die Senkung der Körperschaftssteuer, die von 40 auf 25 Prozent fallen soll. Diese betrifft vor allem Großunternehmen in der Rechtsform einer AG oder GmbH. Bei Kleinfirmen soll dagegen die gezahlte Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer verrechnet werden. Auch die Tarifsenkung bei der Einkommensteuer soll beschleunigt werden. Die vorgesehene Senkung der Unternehmenssteuerbelastung um acht Mrd. Mark sei grundsätzlich zu begrüßen, erklärte der ZDH-Präsident. Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass die Unternehmen bereits mit einem Volumen von 30 Mrd. Mark im Rahmen des Steuerentlastungsgesetzes die Reformen finanziert hätten. Hierin sei die Senkung des jetzt vorgezogenen Einkommensteuertarifs in vollem Umfang enthalten. Planungssicherheit für die Unternehmen sei auch nur dadurch zu erreichen, wenn die angekündigten Entlastungsschritte noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt würden.

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