Wird nach dem Anstieg der Beitragsbemessungsgrenzen schwerer: Der Wechsel in die private Krankenversicherung.
Foto: Setareh - stock.adobe.com
Wird nach dem Anstieg der Beitragsbemessungsgrenzen schwerer: Der Wechsel in die private Krankenversicherung.

Sozialversicherung

Für Gutverdiener steigen die Sozialabgaben 2023

Im kommenden Jahr steigen die Sozialversicherungsbeiträge für Besserverdiener. Auch Selbstständige zahlen dann mehr für Kranken- und Rentenversicherung.

Selbstständige und Beschäftigte mit höheren Einkommen müssen sich auf höhere Sozialabgaben in 2023 einstellen. Das liegt an der turnusmäßigen Erhöhung der Bezugsgröße und der Beitragsbemessungsgrenzen für Sozialversicherungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen Referentenentwurf mit den für 2023 geplanten Werten veröffentlicht:

  • Für Selbstständige steigt die Bezugsgröße für die Festsetzung des Mindestbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung und des Rentenversicherungsbeitrags: im Westen auf 3.395 Euro monatlich (2022: 3.290 Euro), im Osten auf 3.290 Euro (2022: 3.150 Euro).
  • Die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung wird 2023 auf bundeseinheitlich 4.987,50 Euro im Monat angehoben (2022: 4.837,50 Euro).
  • Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung steigt 2023 in den alten Bundesländern auf 7.300 Euro im Monat (2022: 7.050 Euro), in den neuen Bundesländern auf 7.100 Euro (bisher: 6.750 Euro).

Hintergrund: Überschreitet ein Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze, so fallen für den Einkommensteil oberhalb der Grenze keine Sozialabgaben an. Steigen Bezugsgröße und Beitragsbemessungsgrenze, dann steigt der versicherungspflichtige Einkommensanteil.

Zugleich steigt 2023 die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze: Versicherte, die von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln wollen, müssen mindestens 66.600 Euro im Jahr verdienen (2022: 64.350 Euro).

Bevor die Änderungen in Kraft treten, müssen ihnen noch Bundesregierung und Bundesrat zustimmen.

Tipp: Sie wollen beim Thema Steuern nichts verpassen? Nutzen Sie den kostenlosen Newsletter von handwerk.com. Jetzt hier anmelden!

Auch interessant:

Mit diesen Versicherungen schützen sich Chefs

Wie gut sind Sie als Chef eines Handwerksbetriebs abgesichert, wenn Sie krank werden? Diese Versicherungen sollten Sie kennen!
Artikel lesen

Vorsicht bei falschen Angaben zur BU-Versicherung

Eine Versicherung kann von einer Berufsunfähigkeitsversicherung zurücktreten, wenn Fragen bei Vertragsabschluss arglistig falsch beantwortet wurden.
Artikel lesen

Sind Versicherungen Betriebsausgaben?

Verwirrspiel um eine Unfallversicherung: Ein Selbstständiger setzt jahrelang Versicherungsbeiträge als Betriebsausgaben ab – zu Unrecht! Dann bekommt er Geld von der Versicherung, das er nun als Einnahme versteuern soll – zu Recht?
Artikel lesen

Frustriert von der Mitarbeitersuche?

handwerk.com und die Schlütersche helfen Ihnen Ihre offenen Stellen einfach, zeit- und kostensparend mit den richtigen Kandidaten zu besetzen! Mehr als 500 Betriebe vertrauen uns bei der Mitarbeitersuche!

Jetzt Bewerber finden!

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.
Versicherungspflichtgrenze steigt 2024: Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, muss deutlich mehr verdienen.

Politik und Gesellschaft

Sozialversicherung: Für Gutverdiener steigen 2024 die Abgaben

In der Sozialversicherung steigen 2024 die Beitragsbemessungsgrenzen und die Bezugsgröße. Welche Folgen hat das für Selbstständige?

    • Politik und Gesellschaft, Recht
Meldung zur Sozialversicherung: Beim SV-Meldeportal beginnt die Pilotphase am 1. Juli, später wird die Ausfüllhilfe dann für alle Nutzer freigegeben.

Arbeitsrecht

Meldeportal sv.net wird abgeschaltet: Was kommt dann?

Wer sv.net für die Meldung zur Sozialversicherung nutzt, muss sich bald für ein neues Portal anmelden. Denn die Anwendung sv.net wird im kommenden Jahr abgeschaltet.

    • Arbeitsrecht
Geplant: Für das Elterngeld soll es eine neue Einkommensgrenze geben. Paare mit Einkommen ab 150.000 Euro pro Jahr würden dann leer ausgehen. Bisher liegt die Grenze noch bei 300.000 Euro.

1-Klick-Umfrage

Umfrage: Schluss mit Elterngeld für Gutverdiener?

Die Bundesregierung will bei gut verdienenden Paaren das Elterngeld streichen. Die Grenze soll bei 150.000 Euro zu versteuerndes Familieneinkommen liegen. Was sagen Sie dazu?

    • Politik und Gesellschaft
Ab 1. Juli greift die Pflegereform: Insbesondere für Mitarbeitende ohne Kinder wird der Beitrag deutlich teurer.

Personal

Sozialversicherung: Diese Beiträge gelten 2023 für Arbeitgeber

In der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung tragen Arbeitgeber je die Hälfte des Beitrags. Anders sieht es seit dem 1. Juli in der Pflegeversicherung aus.

    • Personal