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Beleidigung ist kein Kündigungsgrund

Der Ton wird rauer in vielen Betrieben. Immer öfter landen Fälle vor Gericht, in denen ein Mitarbeiter den Chef beleidigt. Und nicht in jedem Fall ist eine Kündigung angemessen.

Der Ton wird rauer in vielen Betrieben. Immer öfter landen Fälle vor Gericht, in denen ein Mitarbeiter den Chef beleidigt. Und nicht in jedem Fall ist eine Kündigung angemessen.

Wie im Fall eines Mitarbeiters, der behauptet hatte, in seinem Unternehmen würden Fahrtenschreiber manipuliert. Allerdings war der Mitarbeiter zum Zeitpunkt seiner Behauptung schon entlassen. Den Vorwurf erhob er mitten in seinem Kündigungsschutzprozess. Der Arbeitgeber kündigte dem Mann darauf sofort noch einmal - diesmal wegen der ehrverletzenden Behauptungen des Mitarbeiters. Das ließ das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 31. Juli 2008, Az. 10 Sa 169/08) jedoch nicht gelten: Grundsätzlich sei diese Äußerung des Mitarbeiters zwar nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt, heißt es im Urteil. Weil der Arbeitnehmer jedoch emotional bereits so belastet gewesen sei, wäre die Kündigung unverhältnismäßig. Eine Abmahnung hätte völlig genügt.

Anders sähe es im Fall strafbarer übler Nachrede aus. Wie in Fall eines Arbeitnehmers, der sein Unternehmen im Internet als Zuhälterfirma und Sklavenbetrieb bezeichnet hatte. Wie die FAZ berichtet, war das für das Arbeitsgericht Frankfurt Grund genug für eine fristlose Kündigung (Urteil vom 30. Mai 2007, Az. 22 Va 2474/06).

(jw)

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Gleiches Recht im Web

Wenn Mitarbeiter frech werden im Web

Beleidigungen auf Facebook oder auf anderen Websites müssen sich Arbeitgeber von Mitarbeitern nicht gefallen lassen. Das zeigt das krasse Beispiel eines wildgewordenen Azubis.

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Anonymität im Web schützt nicht vor Folgen

Beleidigung auf Facebook ist Kündigungsgrund!

Einer Ihrer Mitarbeiter beleidigt Ihren Betrieb auf Facebook? Das kann ein Kündigungsgrund sein – sogar dann, wenn er keine Namen nennt!

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Einmal ist keinmal

"Kollegenschwein" kein Kündigungsgrund

Ein Mitarbeiter beschimpft seinen Chef als "Kollegenschwein". Die anschließende Kündigung kassiert das Arbeitsgericht prompt wieder ein. Warum?

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„Lästiger Mitwisser“

Nicht jede Drohung ist ein Kündigungsgrund

Nach der Kündigung droht ein Mitarbeiter damit, den Chef zu verpfeifen. Es sei denn, der Chef lenkt ein. Der revanchiert sich – mit einer zweiten Kündigung, diesmal fristlos. Was sagt das Bundesarbeitsgericht dazu?

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