Weil Zimmerer im Durchschnitt öfter verunglücken als Beschäftigte in anderen Bauberufen, bekommen sie jetzt einen eigenen Gefahrtarif.
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BG Bau

Neuer Gefahrtarif: Zimmerer zahlen bald mehr

Im Durchschnitt verunglücken Zimmerer bei der Arbeit häufiger als Beschäftigte anderer Bauberufe. Die BG Bau reagiert mit einem neuen Gefahrtarif. Die Folge: Mehrkosten für Zimmerer.

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung müssen Betriebe einmal im Jahr entrichten. Sie werden im Umlageverfahren rückwirkend für das letzte Kalenderjahr berechnet, sodass die Beiträge immer genau die Ausgaben des Vorjahres decken. Für Zimmerer greift 2018 erstmals ein neuer Gefahrtarif. Wie hoch die Beiträge für Zimmererbetriebe in diesem Jahr genau sein werden, lässt sich nach Angaben der Berufsgenossen der Bauwirtschaft (BG Bau) allerdings noch nicht prognostizieren. Grund: Die Umlageberechnungen finden erst im April statt.

Sicher ist bisher nur eines: Zimmererbetriebe müssen mit Mehrkosten rechnen. Denn in die Beitragsberechnung fließt neben den Entgelten der Versicherten vor allem der Gefahrtarif ein, in dem ein Unternehmen veranlagt ist. Und der wurde für Zimmerer zum Jahreswechsel deutlich hochgestuft. Als Grund dafür nennt der Hauptgeschäftsführer der BG Bau, Klaus-Richard Bergmann, die unvermindert hohe Unfallbelastung im Zimmererhandwerk.

Seit dem 1. Januar 2018 gehören Zimmerer deshalb nicht mehr der Tarifstelle Bauwerksbau an. Stattdessen haben sie eine eigene Tarifstelle mit einer eigenen Gefahrklasse. Die liegt jetzt bei 18,12. „Für die anderen Gewerbezweige in der Tarifstelle ‚Bauwerksbau‘ wurde die Gefahrklasse dadurch gesenkt“, erläutert Bergmann. Sie sank zum Jahreswechsel von bisher 15,12 auf nun 12,58.

(red)

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