Weil Zimmerer im Durchschnitt öfter verunglücken als Beschäftigte in anderen Bauberufen, bekommen sie jetzt einen eigenen Gefahrtarif.
Foto: Kunstzeug - stock.adobe.com

BG Bau

Neuer Gefahrtarif: Zimmerer zahlen bald mehr

Im Durchschnitt verunglücken Zimmerer bei der Arbeit häufiger als Beschäftigte anderer Bauberufe. Die BG Bau reagiert mit einem neuen Gefahrtarif. Die Folge: Mehrkosten für Zimmerer.

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung müssen Betriebe einmal im Jahr entrichten. Sie werden im Umlageverfahren rückwirkend für das letzte Kalenderjahr berechnet, sodass die Beiträge immer genau die Ausgaben des Vorjahres decken. Für Zimmerer greift 2018 erstmals ein neuer Gefahrtarif. Wie hoch die Beiträge für Zimmererbetriebe in diesem Jahr genau sein werden, lässt sich nach Angaben der Berufsgenossen der Bauwirtschaft (BG Bau) allerdings noch nicht prognostizieren. Grund: Die Umlageberechnungen finden erst im April statt.

Sicher ist bisher nur eines: Zimmererbetriebe müssen mit Mehrkosten rechnen. Denn in die Beitragsberechnung fließt neben den Entgelten der Versicherten vor allem der Gefahrtarif ein, in dem ein Unternehmen veranlagt ist. Und der wurde für Zimmerer zum Jahreswechsel deutlich hochgestuft. Als Grund dafür nennt der Hauptgeschäftsführer der BG Bau, Klaus-Richard Bergmann, die unvermindert hohe Unfallbelastung im Zimmererhandwerk.

Seit dem 1. Januar 2018 gehören Zimmerer deshalb nicht mehr der Tarifstelle Bauwerksbau an. Stattdessen haben sie eine eigene Tarifstelle mit einer eigenen Gefahrklasse. Die liegt jetzt bei 18,12. „Für die anderen Gewerbezweige in der Tarifstelle ‚Bauwerksbau‘ wurde die Gefahrklasse dadurch gesenkt“, erläutert Bergmann. Sie sank zum Jahreswechsel von bisher 15,12 auf nun 12,58.

(red)

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Berufsgenossenschaft

BG-Beiträge: Gefahrtarif gefährlich hoch?

Warum zahlt ein Kälteanlagenbauer in München wesentlich niedrigere Beiträge an seine Berufsgenossenschaft als ein Kollege in Hannover? Das würde der Handwerksunternehmer Reiner Bertuleit wirklich gerne wissen – er führt nämlich in beiden Städten Betriebe.

Von dieser Änderung profitieren Selbstständige, die sich freiwillig gesetzlich versichert haben und nur ein geringes Einkommen erzielen.
Foto: Zerbor - stock.adobe.com

Gesetzliche Krankenversicherung

GKV-Mindestbeitrag: Was Selbstständige wissen müssen

Der GKV-Mindestbeitrag für Selbstständige ist zum Jahreswechsel deutlich gesunken. Doch was bedeutet das? Hier die 5 wichtigsten Fragen und Antworten.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Berufsgenossenschaft

Gewerk: identisch. BG-Beitrag: variabel

Warum zahlt ein Kälteanlagenbauer in München wesentlich niedrigere Beiträge an seine Berufsgenossenschaft als ein Kollege in Hannover? Das würde der Handwerksunternehmer Reiner Bertuleit wirklich gerne wissen – er führt nämlich in beiden Städten Betriebe.

Sie gelten damit für das ganze Baugewerbe. Betroffen sind alle Betriebe, die mehr als 50 Prozent Bauleistungen erbringen.
Foto: bogdanhoda - stock.adobe.com

Bau-Sozialkassentarifverträge 2019

Soka-Bau-Tarifverträge: Was jetzt für Betriebe gilt

Seit Jahresbeginn gibt es im Baugewerbe neue Sozialkassentarifverträge. Das Bundesarbeitsministerium hat sie rückwirkend für allgemeinverbindlich erklärt.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.