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Um an digitale Identitäten zu gelangen, setzten Kriminelle laut BKA oft au Spam-Mail-Kampagnen und Phishing-Mails.

Bundeslagebild Cybercrime 2020

BKA: Bedrohungen durch Cyberangriffe nehmen weiter zu

Besonders hohes Schadenspotenzial birgt laut BKA Ransomware: Die Bedrohungslage ist für kleine und große Unternehmen aber nicht gleich hoch.

Wie aus dem aktuellen Bundeslagebild Cybercrime 2020 hervorgeht, ist die Zahl der erfassten Cyberstraftaten im vergangenen Jahr auf insgesamt 108.474 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 7,92 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders häufig seien 2020 Ransomware- und DDoS-Angriffe sowie der Diebstahl digitaler Identitäten registriert worden.

Ransomware besitzt laut BKA das höchste Schadenspotenzial im Bereich „Cybercrime“. Beliebte Ziele seien wirtschaftlich starke Unternehmen, Kritische Infrastrukturen und öffentliche Unternehmen. Eine Ransomware-Infektion und eine damit zusammenhängende Verschlüsselung des Systems könne für Unternehmen zu massiven und kostenintensiven Geschäfts- beziehungsweise Funktionsunterbrechungen führen.

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Der BKA-Bericht liefert auch Zahlen zur Bedrohungslage: Unter Berufung auf eine Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums heißt es darin, dass jedes vierte bis fünfte große Unternehmen ab 500 Beschäftigten in den vergangenen zwölf Monaten (2018/2019) von mindestens einem Ransomware-Angriff betroffen gewesen sei. Bei kleinen Unternehmen sei „nur etwa“ jedes neunte betroffen gewesen. Mit „Phobos“ gebe es allerdings eine Ransomware, die besonders bei Angriffen auf kleine Unternehmen verwendet werde.

Um an digitale Identitäten zu gelangen, setzten Cyberkriminelle auf Spam-Mail-Kampagnen und professionelle Phishing-Mails mit maliziösen Office-Anhängen. Das durchschnittliche Mail-Spam-Aufkommen sei um 17 Prozent gestiegen. Als Aufhänger für derartige E-Mails diene häufig die Corona-Pandemie. Die Täter nutzen damit das Informationsbedürfnis und die Ängste der Bevölkerung aus, so das BKA.

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