Foto: Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Politik und Gesellschaft

Bundespräsident fordert mehr Wertschätzung für das Handwerk

Viele Handwerker wünschen sich in ihrem Arbeitsalltag mehr Wertschätzung. Jetzt macht sich auch der Bundespräsident dafür stark und wirbt zugleich für eine bessere Bezahlung von Handwerkern.

Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sorgte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Rede für Aufsehen. Denn der Ehrengast hielt nicht nur ein engagiertes Plädoyer für das Handwerk und den Meistertitel. Das Staatsoberhaupt sprach auch offen Missstände an – zum Beispiel den viel beschworenen Fachkräftemangel und die fehlende Wertschätzung.

„Das Handwerk muss attraktiv bleiben für junge Leute, die sich heute in der Schule oder nach dem Abschluss fragen, welchen Weg sie einschlagen wollen“, forderte Steinmeier. Eine Herausforderung. Schließlich machte er in seiner Rede auf eine Umfrage aufmerksam, wonach zwar 70 Prozent der jungen Leute sagen, das Handwerk sei wichtig für Deutschland. Gleichzeitig sähen aber weniger als die Hälfte das Handwerk als attraktiven Arbeitgeber – wegen der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen.

Steinmeier sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Er forderte eine bessere Berufsorientierung in der Schule. Aber das war nicht alles: „Vor allem brauchen wir eine ordentliche Bezahlung, sowohl in der Ausbildung als auch beim Einstieg“, sagte der Bundespräsident. An die 227 hessischen Jungmeister gerichtet, ergänzte er noch: „Sie haben unsere Wertschätzung verdient – Deutschland braucht Sie.“

Die vollständige Rede von Frank-Walter Steinmeier finden Sie auf der Website des Bundespräsidenten. (aml)

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