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Auch Handwerker nutzen die neue Audio-App „Clubhouse“. 5 Unternehmer berichten über ihre Erfahrungen.

Inhaltsverzeichnis

Digitalisierung + IT

Clubhouse: So netzwerken diese 5 Handwerker

Baustellenradio, virtueller Stammtisch, Inspirationsquelle und Netzwerk zum Austauschen – so nutzen diese 5 Handwerksunternehmer die Audio App Clubhouse. 

Auf einen Blick:

  • Die Audio App Clubhouse ist noch nicht lange am Markt und bisher nur für Nutzer von iPhone-Geräten zugänglich.
  • Einige Handwerksunternehmer nutzen Clubhouse bereits: zum Austausch, zum Vernetzen, als Informationsquelle oder als Inspiration.
  • Wir haben 5 Betriebsinhaber nach zu Ihren Erfahrungen mit der App befragt und wollten wissen, welches Potenzial sie für das Handwerk sehen.

Reales Netzwerk – zum Austausch und Netzwerken

Clubhouse ist live, es kann nichts geschönt oder gefiltert werden – „Luftpumpen“ werden schnell enttarnt, das finde ich gut. Durch die Beschränkung auf iPhone-Nutzer und dem kleinen Mitgliederradius ist es noch schwer, regional richtig Fuß zu fassen. Doch zum Austausch und zur Vernetzung mit Kollegen und Partnern ist die App super geeignet. Einige Themen sind interessant und dienen dem Blick über den Tellerrand. Ich war neulich erst Mit-Initiator einer Expertenrunde in einem Raum über das Thema Fachkräftemangel vs. Führungskräftemangel gesprochen. In der Regel wird dort sachlich diskutiert und man kann immer etwas mitnehmen. Ich muss nur aufpassen, dass Clubhouse nicht zum Zeitfresser wird.“

Jan Voges, Dachdeckermeister, Lamspringe

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Potenzial für Mitarbeitergewinnung nutzen

„Mich fasziniert der „bunte Blumenstrauß“ an Themen, sowohl privat als auch geschäftlich. Das charmante an der App ist, dass man einfach nur zuhören kann und nicht aktiv mitmachen muss – einfach einen Raum betreten und wieder gehen, wenn es uninteressant ist. Ich habe schon interessante und tiefgründige Diskussionen verfolgt und mit anderen Handwerkern eine Art „Stammtisch“ abgehalten. Das Plaudern ist schon eine gute Sache. Für Handwerksbetriebe sehe ich großes Potenzial in Clubhouse, was das Thema Mitarbeitergewinnung angeht: Man könnte Räume für neue Azubis aufmachen, sich als Unternehmen vorstellen und Gespräche in geschlossenen Räumen führen – ein Art Speed-Dating. Die Hürde zum Einstieg ist gering – und der Nutzen riesig.“

Felix Stock, Eismann Haustechnik, Oldenburg

Zusammenarbeit anstatt Konkurrenzdenken

„Ich finde, die App ist sehr persönlich und unterhaltsam – wie Podcast-Hören. Dadurch bin ich auf Themen und Diskussionen gestoßen, mit denen ich mich sonst wahrscheinlich nie beschäftigt hätte. Ich nutze sie zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen und Gleichgesinnten. Mein Ziel ist es, Clubhouse auch zum Netzwerken zu nutzen und eigene Räume aufzumachen – aber das braucht noch ein wenig Vorplanung. Ich hoffe, dass viele Handwerksunternehmer die Vorteile dieser App so nutzen, dass wir enger zusammenarbeiten und uns gegenseitig empfehlen und dafür den Konkurrenzgedanken hinter uns lassen.“

Friederike Diegel, Raumausstattermeisterin, Wolfshagen

Gute Alternative zum Baustelleradio

„Ich bin total begeistert von Clubhouse. Die App eignet sich hervorragend zum Netzwerken. Dort sind einige Handwerker unterwegs, aber man kommt dort auch mit Leuten aus ganz anderen Bereichen in Kontakt. Ich habe über Clubhouse habe ich zum Beispiel eine Designerin aus Dänemark kennengelernt, mit der ich jetzt ein gemeinsames Projekt plane.

Die App ist aber auch eine gute Alternative zum Radio auf der Baustelle. Wenn ich dort bin, höre ich während der Arbeit gerne in Diskussionen rein. Da kann ich viel lernen.“

Simon Mühlbach, Steinmetz- und Steinbildhauermeister, Hohenhameln

Vom Experte unter Bauherren zum Teilnehmer in Handwerker-Talks

„Meine ersten Schritte bei Clubhouse habe ich gemacht, weil ich als Experte für fugenlose Böden und Bäder  zu einer Diskussion eingeladen war, die ein Bauherr organisiert hatte. Die Teilnahme hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Zum einen habe ich erfahren, welche Probleme Bauherren auf dem Bau so haben, das war sehr interessant! Zum anderen ist die Zahl der Follower bei meinem Instagram-Kanal nach Abschluss der Diskussion gestiegen und ein Teilnehmer hat sich sogar noch mit weiteren Fragen bei mir gemeldet.

Mittlerweile habe ich schon bei einigen Handwerker-Talks zu Themen wie Fachkräftemangel, Prozessoptimierung oder Marketing teilgenommen. Solche Diskussionen interessieren mich. Allerdings ist nicht jeder Talk auf Clubhouse auch inhaltlich gut. Oft schalte ich nach 15 Minuten wieder weg, weil sich die Gespräche oft im Kreis drehen. Doch bei guten Diskussionen höre ich gerne zu und beteilige mich dann auch aktiv.

Sascha Trynoga, Malermeister, Wuppertal 

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