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Dieses Jahr ohne Namen: Die Corona-Krise sorgte für einen Einbruch bei neuen Ausbildungsverträgen.

Folgen der Krise

Corona: Historischer Einbruch am Ausbildungsmarkt

465.700 Azubis begannen 2020 eine neue Ausbildung – so wenig wie 40 Jahren nicht. Nur drei Handwerksbranchen trotzten dem Trend.

Die Corona-Krise hat zu einem bislang einzigartigen Rückgang der Zahl neuer Ausbildungsverträge geführt: Insgesamt haben im Jahr 2020 nur 465.700 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag für eine duale Berufsausbildung abgeschlossen. Dies ist nicht nur der stärkste prozentuale Rückgang seit Beginn der Erfassung im Jahr 1977, sondern auch das erste Mal seit diesem Zeitpunkt, dass weniger als 500.000 neue Azubis in die duale Ausbildung starten. Der Rückgang betrug im Vergleich zum Vorjahr 47.600 oder 9,3 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt veröffentlicht hat.

Allerdings ist der Rückgang in den verschiedenen Branchen höchst unterschiedlich: Während Industrie und Handel die höchsten Rückgänge verzeichneten (-12,9 Prozent), ist das Handwerk mit -6,5 Prozent deutlich weniger betroffen. Den größten Einbruch erlebten die Friseure mit -18,6 Prozent, während Dachdecker (+130, +3,9 Prozent), Zimmerer (+470, +11,7 Prozent) und Zweiradmechatroniker/-in (+90, +13,1 Prozent) sogar leicht zulegen konnten.

Außerdem verstärkte sich der Trend, dass immer weniger Frauen eine duale Ausbildung machen: Die Neuabschlüsse verteilten sich auf 296.700 Männer (-9 Prozent) und 168.700 Frauen (-10 Prozent). Der Anteil der von Frauen abgeschlossenen Verträge lag damit bei 36,2 Prozent. Im Jahr 2010 hatte er noch bei 41,8 Prozent gelegen.

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