Was Handwerker jetzt wissen müssen!
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Recht

Coronavirus im Betrieb: Das müssen Sie wissen!

Muss ich Mitarbeitern in Quarantäne Lohn zahlen? Muss ich Kunden über Corona informieren? Wie schütze ich mich? Wir haben die Antworten zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Muss ein Mitarbeiter in Quarantäne, müssen Betriebe den Lohn weiter zahlen. Laut einer Arbeitsrechtlerin können sie sich das Geld aber vom Gesundheitsamt zurückholen. Im Quarantänefall erstattet die Behörde auch Selbstständigen den Verdienstausfall.
  • Bei einem Corana-Fall im Betrieb, müssen Arbeitgeber ihr Team darüber informieren, so die Juristin. Bei einer möglichen Ansteckung hätten auch Mitarbeiter Informationspflichten gegenüber ihrem Arbeitgeber.
  • Außerdem erläutert die Arbeitsrechtlerin, welche Handhabe Betriebe bei einem Verdacht auf eine Corona-Infektion haben und ob Betriebe haften, wenn sie Aufträge nicht fristgerecht ausführen können.
  • Den besten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten eine gute Handhygiene und der Abstand zu Erkrankten.

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Wer zahlt bei Quarantäne den Lohn?

„Ist eine Person tatsächlich krank und wird krankgeschrieben, gelten die normalen Regeln für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall“, erklärt Rechtsanwältin Doris-Maria Schuster von der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im DAV.

Wird eine Person unter Quarantäne gestellt, erstatte das Gesundheitsamt dem Arbeitgeber die Gehaltszahlungen. Den Antrag müsse der Betrieb innerhalb von drei Monaten stellen.

Betriebe können laut Schuster beim Gesundheitsamt einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe des Erstattungsbetrags beantragen.

Der Chef in Quarantäne: Wer zahlt den Verdienstausfall?

Werden Selbstständige unter Quarantäne gestellt, erhalten sie ebenfalls einen Verdienstausfall vom Gesundheitsamt, erklärt Arbeitsrechtlerin Schuster. Die Entschädigung bemesse sich nach den Einnahmen des Vorjahres, die dem Finanzamt gemeldet wurden. Auch hier gilt eine Drei-Monats-Frist für den Antrag.

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