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Änderungen 2009

Das ändert sich 2009 bei der Unfallversicherung

Neue Meldeverfahren, Insolvenzgeldumlage und Altlastausgleich: Unternehmer müssen einiges beachten bei der Gesetzlichen Unfallversicherung.

2009 bringt einige Veränderungen in der gesetzlichen Unfallversicherung, wie Gesetzliche Unfallversicherung berichtet:

Meldeverfahren

Seit Anfang 2009 sollen Arbeitgeber für jeden einzelnen Angestellten Daten zur gesetzlichen Unfallversicherung melden. Bisher genügte eine Entgeltmeldung für das gesamte Unternehmen an Berufsgenossenschaft oder Unfallversicherung.

Für eine Übergangszeit kämen allerdings beide Verfahren zum Einsatz. Der Lohnnachweis entfalle erst ab 2012.

Im neuen Verfahren müssen Arbeitgeber Daten zur gesetzlichen Unfallversicherung an die Einzugsstellen der Krankenkassen melden. Dazu müssen sie das sogenannte Datenerfassungs-und-Übermittlungsverfahren (DEÜV) nutzen, mit dem sie schon heute Daten zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung melden.

Statt einer Meldung für das gesamte Unternehmen ist zukünftig also auch in der gesetzlichen Unfallversicherung eine Einzelmeldung pro Beschäftigten notwendig. Die Unfallversicherungen empfehlen Arbeitgebern, Lohnbuchhaltungssoftware zu erwerben, die den entsprechenden Datenbaustein bereits enthält.

Insolvenzgeld

Bisher Ende 2008 zogen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen den Beitrag zum Insolvenzgeld für die Bundesagentur für Arbeit ein, die das Insolvenzgeld ausbezahlt. Ab Januar 2009 muss der Arbeitgeber den Beitrag zum Insolvenzgeld monatlich an die gesetzlichen Krankenkassen überweisen.

Altlasten

Die Altlasten der Berufsgenossenschaften werden neu verteilt. Je nach Branche müssen sich Arbeitgeber auf eine Ent- oder Belastung einstellen. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können laut Unfallversicherung mittelfristig mit einer Entlastung rechnen. Zudem sollen kleine und mittlere Unternehmen durch Freibeträge bei der Verteilung der Solidarlast begünstigt werden.

(jw)

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