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Das Arsenal der Angreifer

Eine Sicherheitstudie zeigt, welche Waffen Computerkriminelle zurzeit einsetzen. Darauf sollten Sie sich einstellen

Eine Sicherheitstudie zeigt, welche Waffen Computerkriminelle zurzeit einsetzen.

Im vergangenen Jahr hat es so viele Angriffe aus dem Netz gegeben wie nie zuvor. Das berichten die Virenexperten des Software-Hauses Kaspersky Lab in ihrem neuen Sicherheitsbulletin. Ihre Prognose: Nehmen die Angriffe weiterhin so rasant zu, wird sich ihre Gesamtzahl 2008 verdoppeln. So stellt sich die aktuelle Lage dar.

Der Sturmwurm

Aus der Masse der 2007 neu erschienenen Schadprogramme (Malware) sticht laut Kaspersky Lab der "Sturmwurm" hervor. Dieser als Zhelatin klassifizierte Schädling tauchte im Januar auf und mutierte in Folge viele Male. Mit Zhelatin hätten Programmierer Angriffstechniken umgesetzt, die zuvor nur als Konzepte in der Hacker-Szene kursierten. Ob Rootkit-Technologien, Code-Verunreinigung, "Botnetze" mit Tarnmechanismus, Infizierung von Computern über P2P-Netze mit Zhelatin ließ sich das alles realisieren, schreiben die Experten.

Der Sturmwurm eigne sich besonders dafür, Botnetze aufzubauen und diese für Spam-Mailings und so genannte DoS-Attacken zu missbrauchen. DoS steht für Denial of Service. Dabei werden Server mit Anfragen überlastet, bis sie in die Knie gehen.

DoS-Attacken, Online-Trojaner, Schadprogramme auf Bestellung

Eine gefährliche Entwicklung 2007 sei das massenhafte Hacken und Verminen von Webseiten gewesen, meldet Kaspersky Lab. Kriminelle platzierten dort Schadprogramme oder verlinkten auf diese.

DoS-Attacken 2002 und 2003 ein extremes Problem hätten 2007 wieder zugenommen. Neuer Geschäftszweig der Hacker: die Programmierung von Schädlingen auf Bestellung plus technischem Support für den Käufer.

Den Hauptteil der trojanischen Programme machten 2007 so genannte Game-Trojaner aus. 2006 dagegen hätten in dieser Gruppe Schädlinge überwogen, die darauf programmiert waren, Passwörter fürs Online-Banking auszuspionieren.

Trends und Prognosen

Malware 2.0

Beziehe man den Begriff Web 2.0 auf die neue Schädlingsgeneration, könne man ohne Weiteres von Malware 2.0 sprechen, heißt es. Im Laufe der vergangenen Jahre sei der Aufbau von Malware stetig komplizierter geworden. Inzwischen gebe es immer mehr einzelne Komponenten, die zusammenarbeiten. 2008 werde der Sturmwurm nicht nur das Vorbild für eine Unmenge neuer Schadprogramme sein, sondern sich auch weiterentwickeln.

Rootkits und Bootkits

Mit Rootkit- und Bootkit-Technologien verbergen sich laut Kasperky künftig nicht nur trojanische Programme, sondern auch Dateiviren in Systemen. Heikel: Im Gegensatz zu einem Rootkit ist ein Bootkit noch vor dem Start wichtiger Teile des Betriebssystems und des Antivirusprogramms aktiv.

Dateiviren

Auch 2008 werden sich laut der Experten wieder massenhaft Dateiviren ausbreiten. Und wie gehabt werden vor allem chinesische Hacker die Urheber sein. Im Fokus der Angriffe: Tauschbörsen und populäre Websites, auf denen Programme als Download angeboten werden.

Angriffe auf soziale Netzwerke

Anstatt ihre Machwerke auf gehackten Sites anzubieten, werden Cyberkriminelle die meisten

trojanischen Programme künftig über Foren, Accounts, Blogs und Userprofile verbreiten, warnen die Virenjäger. Phishing-Attacken würden weitaus stärker gegen soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace, Livejournal und Blogger richten.

Zunehmen könnten auch so genannte XXP\PHP\SQL-Attacken. Solche Angriffe nutzen gezielt Fehler und Sicherheitslücken in Web-2.0-Diensten aus. Auch Anwender, die ihren Account gut schützen, können Daten verlieren.

Quelle: Kaspersky Lab

(mfi)

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