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Foto: Martina Jahn
Wurde auf dem UFH-Bundeskongress zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt: Tatjana Lanvermann. 

Tatjana Lanvermann im Interview

Das plant die neue UFH-Bundesvorsitzende

Frisch im Amt, hat Tatjana Lanvermann viele Pläne für die Zukunft Unternehmerfrauen im Handwerk bundesweit. Doch auf sie warten auch große Herausforderungen, wie sie im Interview verrät.

  • Tatjana Lanvermann aus Nordrhein-Westfalen ist die neue Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH).
  • Als größte Herausforderung für die nächste Zeit sieht sie die Erarbeitung einer neuen Strategie zur Mitgliederwerbung.
  • Sie freut sich auf das neue Ehrenamt, die Arbeit auf Bundesebene auf mehrere Schultern zu verteilen und enger mit den Arbeitskreisen im ganzen Land zu arbeiten. Dafür will sie sich vor Ort ein Bild machen.
  • Auch persönliche Unterstützung in Form von Mentoring kann sich Lanvermann für UFH-Mitglieder vorstellen, sagt sie im Interview mit handwerk.com.

Auf dem UFH-Bundeskongress in Hannover wurde Tatjana Lanvermann zur neuen Bundesvorsitzenden des Verbandes gewählt. Die 52-Jährige aus Borken in Nordrhein-Westfalen hat viel vor. Welche Herausforderungen auf sie warten und was sie zuerst anpacken will, verrät sie im Interview.

Frau Lanvermann, Gratulation zur Wahl als UFH-Bundesvorsitzende. Was wollen Sie zuerst anpacken?

Tatjana Lanvermann: Es gibt viel zu tun. Zunächst möchte ich aus dem neuen UFH-Bundesvorstand ein funktionierendes und aktives Team zu formen. Das wird die Grundlage einer erfolgreichen Arbeit sein.

Besonders wichtig ist mir, dass die Unternehmerfrauen im Handwerk bundesweit – vom Bundesverband, über die Landesverbände, bis in die einzelnen Arbeitskreise – einheitlich auftreten. Das beginnt bei der Website und führt über andere Marketinginstrumente bis hin zu Flyern, den Jahresprogrammen und den Veranstaltungen vor Ort. Der Bundesverband wird verstärkt daran arbeiten, den Frauen in den Arbeitskreisen mehr Unterstützung anzubieten, uns als Verband noch einheitlicher zu präsentieren.

Aber auch das interne Angebot an Seminaren und Weiterbildungen soll ausgebaut werden. Der Bundesverband will damit einen Beitrag zur Entwicklung jeder Frau leisten.

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Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen in den nächsten Jahren?

Lanvermann: Ganz oben steht die Mitgliedergewinnung. Die Corona-Krise hat verhindert, dass wir uns persönlich als Verband präsentieren können. Wir brauchen zuerst ein neues schlüssiges und an die Zeit angepasstes Konzept zur Mitgliederwerbung. Das funktioniert aber nur, wenn wir nach außen einheitlich und modern auftreten. Wir müssen zeigen, wer wir sind und was wir wollen. In den Kammern, Verbänden sowie in Politik und Wirtschaft haben wir in den vergangenen Jahren unsere Präsenz gefestigt. Darauf wollen wir aufbauen.

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Was bedeutet Ihnen das neue Ehrenamt persönlich?

Lanvermann: Ich freue mich darauf, die UFH in den Handwerksorganisationen und darüber hinaus zu repräsentieren. Für mich persönlich sind die UFH ein tolles und vielfältiges Netzwerk. Das möchte ich vertiefen und kann mir vorstellen, unseren Mitgliedern noch mehr persönliche Unterstützung anzubieten – beispielsweise in Form von Mentorinnen-Programmen oder Hilfe in Krisenzeiten. Ich möchte, dass Unternehmerfrauen andere Frauen dazu ermutigen, nicht aufzugeben und weiterzumachen - auch in schwierigen Zeiten.

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Nach 12 Jahren im Amt kandidierte Heidi Kluth (rechts) nicht mehr für das Amt der UFH-Bundesvorsitzenden. 
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Ihre Nachfolgerin ist Tatjana Lanvermann. Die 52-Jährige aus Borken (NRW) wurde beim Bundeskongress in Hannover mit großer Mehrheit zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt.
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Ebenfalls neu gewählt wurde die stellvertretende Vorsitzende Angelika Baur-Schermbach. Die Münchenerin leitet zusammen mit ihrer Tochter Face & Body Day Spa .
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Iris Leisenheimer übernimmt im neuen Bundesvorstand die Position der Schatzmeisterin. Sie kommt aus Rheinland-Pfalz und hat seit 2001 die kaufmännische Leitung bei  „Leisenheimer - Die Malerwerkstätte“.

An der neuen Aufgabe reizt mich auch, den Verband intern anders aufzustellen und die Arbeit auf mehreren Schultern zu verteilen. Zudem schwebt mir vor, Frauen aus den Regionen noch näher zusammen zu bringen. Dafür möchte ich durch die Bundesländer reisen und mir vor Ort ein Bild von den Arbeitskreisen machen. Dieser Input soll dann in die Maßnahmen auf Bundesebene mit einfließen. Alle Veränderungen werden nach und nach umgesetzt. Mir ist es wichtig, die sowohl die jüngeren als auch die älteren Unternehmerfrauen mitzunehmen.    

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