So könnte die Zusammenarbeit zwischen Handwerker und Steuerberater aussehen.
Foto: Kurt Fuchs/ DATEV eG

Digitalisierung + IT

Datev: Steuerberatung wird immer digitaler

Die Steuerberater machen sich fit für die enge digitale Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Betrieben. Das Wachstum steckt in der Cloud.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Steuerberater investieren nach Angaben der Datev vor allem in digitale Schnittstellen, Archivierung und Dokumenten-Management.
  • Das größte Wachstum der Steuerberater sieht die Datev in mobilen und kollaborativen Cloud-Lösungen, was sich sowohl in den Datev-Umsätzen zeigt wie auch in der Zunahme an Betrieben und Arbeitnehmern, die solche Cloud-Lösungen nutzen.
  • Zudem steht der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) bei der Datev auf der Agenda: KI könnte künftig zum Beispiel Rechnungen und Belege selbstständig interpretieren und so die Verarbeitung solcher Dokumente weiter automatisieren.

Die Digitalisierung der Steuerberater schreite voran, berge aber auch weiterhin noch „viel Potenzial“, sagt Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der Datev eG bei der Präsentation der aktuellen Zahlen des von der Datev entwickelten Digitalisierungsindexes für Steuerberater. Demnach investierten die Kanzleien vor allem in den Ausbau der digitalen Eingangsschnittstellen und in den digitalen Ausbau von Prozessen wie Archivierung und Dokumentenmanagement. Um die Digitalisierung auch nach außen zu dokumentieren, habe die Datev Anfang 2019 das Label „Digitale Datev-Kanzlei“ eingeführt, dass bereits mehr als 500 Kanzleien tragen.

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Datev wächst vor allem in der Cloud

Die Digitalisierung schlägt sich auch im Ergebnis des Software-Hauses nieder. So hat die Datev 2018 erstmalig die Umsatz-Milliarde geknackt (plus 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und meldet für das erste Halbjahr 2019 ein Umsatzplus von 6,6 Prozent.

Wichtigste Wachstumsfelder waren für die Datev und ihre angeschlossenen Steuerberater nach Angaben von Finanzvorstand Diana Windmeißer das Rechnungswesen und die Personalwirtschaft. Eine besondere Rolle kommt dabei den Cloud- und mobile-Lösungen zu:

  • Auf Cloud-Lösungen entfielen laut Windmeißer 2018 im Geschäftsfeld Rechnungswesen knapp 80 Prozent der Umsatzsteigerungen.
  • Rund 154.000 Unternehmen nutzen Unternehmen Online (plus 36 Prozent), um kaufmännische Prozesse via Internet zu erledigen und dabei eng mit ihren Steuerberatern zusammenzuarbeiten.
  • Bei dem Cloud-Angebot Arbeitnehmer Online verzeichnet die Datev ein Plus von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So hatten sich 2018 knapp 300.000 Arbeitnehmer neu registriert, um in dem Portal ihre Gehaltsabrechnungen digital abzurufen.

Konkrete Fortschritte vermeldete Mayr zudem für die Plattformstrategie der Datev: Private Steuerpflichtige können demnach ab Anfang 2020 ihre private Einkommensteuer über eine neue Plattform per App- und Web-Interface abgeben.

Künstliche Intelligenz soll Automatisierung weiter erhöhen

Zudem will sich die Datev noch stärker im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) engagieren. Nach Mayrs Einschätzung könnte künstliche Intelligenz in Form von Sprachassistenten, Chatbots und Wissensmanagement dabei helfen, Daten zu strukturieren und schnell verfügbar zu machen.

KI könnte künftig zum Beispiel Informationen auf Belegen und Rechnungen interpretieren und so dazu beitragen, den Automatisierungsgrad in Programmen zu erhöhen, sagt der Datev-Vorsitzende. Ihr Einsatz werde „künftig zweifelsohne erhebliche Auswirkungen auf unser Leben und unsere Arbeit haben“.

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