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Dem Fiskus von der Schippe springen

Dem Fiskus von der Schippe springen

Zum Jahresauftakt ist es wieder Zeit für die Steuererklärung. Welche Steuer-Software lohnt sich, welche ist weniger empfehlenswert?

Alle Jahre wieder: Zum Jahresauftakt ist es Zeit für die Steuererklärung. Hilfreich für den Papierkrieg mit dem Fiskus ist die Steuer-Software. Ein solches PC-Programm kennt Begriffe wie Fahrtkostenzuschlag, Kindergeldabzug und Werbungskostenpauschale. Es sorgt dafür, dass das leidige Thema schnell vom Tisch ist. Aber was können die verschiedenen Produkte?

Verschiedene Programme im Test

Dieser Frage ist der Online-Dienst "Computer Channel" nachgegangen und hat sechs Programme von einem Fachmann testen lassen. Im Rennen: die rund 50 Mark teure Software "t@x 2001 Professional" von Buhl, "Steuertipps PC" von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft für rund 80 Mark sowie die rund 80 Mark teure Software "Taxman 2000" von Lexware. Auf den Prüfstand gehoben wurden außerdem das rund 80 Mark

teure "WISO Sparbuch 2001" von Buhl, "Quicksteuer Deluxe 2001" von Lexware (rund 70 Mark) und der etwa 20 Mark teure "Steuermanager 2001" von Fuiji Magnetics.

Urteil: sehr gut

Das Ergebnis: Durch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zeichnet sich "t@x 2001 Professional" aus. Damit müssen Steuerpflichtige keine Angst vor dem

Paragraphendschungel haben, ist sich der Profi sicher. Das Programm kommt mit logischen Eingabemasken und guten Hilfefunktionen daher. Praktisch: die Suchfunktion. Wer nicht weiß, an welcher Stelle er etwa "Spenden" geltend machen kann, der lässt sich per Mausklick an die korrekte Passage führen.

Urteil: gut

Ebenso sehen lassen können sich das "WISO Sparbuch", "Steuertipps PC" und "Taxmann 2000". Das "Sparbuch" leistet sowohl für Laien als auch für Profis gute Dienste. Die Eingaben können entweder per Direkteingabe-Dialog oder per Multimedia-Interview gemachte werden. Ein elektronischer Steuerassistent weist den Anwender auf Steuersparmöglichkeiten hin. Bei "Steuertipps PC" fällt besonders der klare Aufbau ins Auge, der aus den drei Elementen Eingabefenster, Hilfefenster

und Navigator besteht. Die Software ist in diesem Jahr erstmals für jedermann erhältlich und wird zusammen mit einem 560 Seiten starken Handbuch und einem DIN-A4-Ordner für die Belegabgabe beim Finanzamt ausgeliefert. Auch "Taxmann 2000"

kommt mit einem Steuerhandbuch daher. Der Anwender entscheidet sich zwischen einem "Interview-" und einem Expertenmodus. Beim Interviewmodus lassen sich Lesezeichen auf die Seiten setzen, auf denen noch Angaben fehlen, um sie jederzeit wiederfinden zu können.

Urteil: weniger gut

Etwas schlechter kommt die Software "Quicksteuer Deluxe" weg. Grund: Die auch in diesem Jahr integrierten Steuertipps von Konz sind zwar lustig, aber nicht 100-prozentig verlässlich. Ansonsten gibt sich das Programm komfortabel. Der

Steuerpflichtige kann sich entweder per Interview durch seine Erklärung führen lassen oder auf einen Expertenmodus zurückgreifen. Nicht empfehlenswert für Laien ist der "Steuermanager". Er ist mit komplizierten Fällen schnell überfordert und führt besonders Neulinge schnell aufs Glatteis. Der Fiskus wird für die falschen Berechnungen allerdings kein Verständnis haben.

Tipp: Alle Programme integrieren Steuerformulare, die ausgedruckt und beim Finanzamt abgegeben werden können. Die Beamten sind angehalten, auch Schwarz-Weiß-Formulare zu akzeptieren. Die Seiten müssen allerdings beidseitig bedruckt

sein. "Loseblatt-Sammlungen" sind tabu: Die Bögen des Mantelbogens müssen fest, etwa durch einen Klebestreifen, miteinander verbunden sein.

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