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Autobahn im Sommer

Politik und Gesellschaft

Die Lkw-Maut steigt 2019

Zum Jahreswechsel steigen die Maut-Kosten für Lkw. Wie viel Betriebe zahlen müssen, hängt unter anderem vom Gewicht und der Schadstoffklasse ab.

Lkw mit einem Gewicht ab 7,5 Tonnen sind in Deutschland mautpflichtig. Zum Jahreswechsel dürfte für sie die Fahrt auf Autobahnen und Bundesstraßen teurer werden. Grund dafür ist eine Änderung der Lkw-Mautsätze, die der Bundestag beschlossen hat. Demnach werden künftig auch die Kosten der Lärmbelastung in die Berechnung der Lkw-Maut einbezogen. Zusätzliche Kosten: 0,002 Cent je gefahrenen Kilometer.

Damit setzt sich der Maut-Tarif ab 1. Januar 2019 aus drei Komponenten zusammen. Dazu gehören die Mautteilsätze für

  1. die Infrastrukturkosten,

  2. die verursachten Luftverschmutzungskosten sowie

  3. die verursachten Lärmbelastungskosten.

Der Mautsatz für die Infrastrukturkosten ist abhängig von der Gewichtsklasse sowie der Anzahl der Achsen. Pro gefahrenen Kilometer gelten folgende Tarife:

  • Lkw der Klasse zwischen 7,5 und 12 Tonnen zahlen 0,08 Euro.
  • Lkw der Klasse zwischen 12 und 18 Tonnen zahlen 0,115 Euro.
  • Lkw der Klasse von mehr als 18 Tonnen und mit bis zu 3 Achsen zahlen 0,16 Euro.
  • Lkw der Klasse von mehr als 18 Tonnen, die vier oder mehr Achsen haben, zahlen 0,174 Euro.

Die verursachten Luftverschmutzungskosten sind abhängig von der Fahrzeugklasse. Pro gefahrenen Kilometer sind folgende Mautteilsätze zu zahlen:

  • Euro 6: 0,011 Euro
  • Euro 5: 0,022 Euro
  • Euro 4: 0,032 Euro
  • Euro 3: 0,064 Euro
  • Euro 2: 0,074 Euro
  • Euro 1 und Euro 0: 0,085 Euro

Wie der Mautbetreiber Toll Collect mitteilt, haben Lkw-Fahrer im Rahmen ihrer Mitwirkungspflichten die Aufgabe, die Gewichtsklasse korrekt einzustellen. Bei Fahrzeugen oder Fahrzeugkombinationen bis zu 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sei eine Einstellung der Achszahl freiwillig möglich.

Toll Collect weist zudem darauf hin, dass für die Ermittlung des zulässigen Gesamtgewichts von Fahrzeugkombinationen die zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge addiert werden. Das bedeutet: Stütz- und Aufliegelasten werden nicht berücksichtigt.

Von der Maut befreit sind Elektro-Lkw. Zudem besteht bis 2020 eine Mautbefreiung für mit Erdgas betriebene Lkw.

Beitrag vom 28. Dezember 2018, aktualisiert am 4. Januar 2019

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