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Körpersprache bewusst einsetzen

Die richtige Haltung überzeugt!

Körperhaltung und Mimik verraten viel über einen Menschen. Wer Eindruck machen will, sollte seine Körpersprache beherrschen. Mit diesen Tipps wirken Sie selbstbewusst!

Sechs von zehn Teilnehmern an der Handwerk.com-Umfrage achten bewusst auf die Körpersprache bei ihrem Gegenüber. Umso wichtiger, die eigene Körpersprache im Griff zu haben. Wer entspannt ist und Selbstbewusstsein zeigt, überzeugt. Mit Tipps von Buchautorin Ann-Christin Baßin können Sie an Ihrer Wirkung arbeiten.

 - Wer die Hände einsetzt, zeigt Begeisterung
Wer die Hände einsetzt, zeigt Begeisterung
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  • Achten Sie auf aufrechte Haltung: Eine aufrechte Haltung wirkt selbstbewusst. Jemand mit geradem Rücken und offener Brust zeigt, dass er mutig ist und nichts zu verbergen hat. Allerdings sollte die Haltung mit lockeren Bewegungen einhergehen, damit sie echt wirkt anstatt steif. Probieren Sie’s aus: Auch Ihre eigene Stimmung steigt, wenn Sie sich gerade halten und sich dabei geschmeidig bewegen.
  • Setzen Sie Ihre Hände ein. Offene Handflächen wirken beim Reden sympathisch und glaubwürdig. Zusätzlich können Sie Ihren Worten auf diese Weise Nachdruck verleihen. Durch gezielte, ruhige Gesten können Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer nach Ihren Wünschen lenken. Sie können Vorschläge in der offenen Hand darbieten oder eine Innovation für die Zukunft vorstellen. Mit einer energischen Handbewegung können Sie anderen das Wort abschneiden.
  • Öffnen Sie Ihre Arme. Geöffnete Arme signalisieren Dynamik, Offenheit und Sensibilität. So demonstrieren Sie, dass Sie Dinge in den Griff bekommen oder über Grenzen hinausgehen möchten. Jemand, der von einer Sache begeistert ist, würde nie mit unbewegten Armen sprechen. Setzen Sie diese Technik ruhig bewusst ein.
  • Tragen Sie Kleidung, die gut sitzt und in der Sie sich wohlfühlen. So werden Sie im Gespräch nicht abgelenkt, wenn die Hose rutscht oder das Hemd spannt.
Richtig sitzen – lesen Sie die nächste Seite.
 - Auch für das richtige Sitzen gibt es Regeln.
Auch für das richtige Sitzen gibt es Regeln.
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  • Sitzen Sie flexibel. Beim Sitzen sollten Sie stets die gesamte Fläche des Stuhls einnehmen und sich anlehnen. Dadurch gewinnen Sie Ruhe und Souveränität. Wer nur auf der Vorderkante hockt, wirkt ängstlich, zum Sprung bereit. Angelehnt sind Sie flexibler, können sich in entscheidenden Momenten vorbeugen, um zu argumentieren oder dem anderen Interesse entgegenzubringen. Anschließend können Sie sich wieder ebenso ruhig zurücklehnen und dem anderen die Bühne überlassen.
  • Bauen Sie beim Sitzen keine Barrieren. Verschränken Sie die Arme nicht zu sehr und verknoteten Sie die Beine nicht unter dem Tisch. Das wirkt verschlossen und unsicher. Spielen Sie auch nicht mit Gegenständen wie Bleistift oder Brille, das schafft nur unnötige Distanz zu Ihren Zuhörern.
  • Seien Sie sich Ihrer Mimik bewusst. In jedem Gespräch geben Sie Ihrem Gegenüber Zeichen der Aufmerksamkeit, zum Beispiel durch zustimmendes Nicken, hilfreiche Gesten oder das Heben der Augenbrauen. Wer anderen ruhig in die Augen schauen kann, erweckt Vertrauen. Dauert der Blick länger als drei Sekunden, wird dies als eindeutiges Zeichen für Interesse gewertet. Wenden Sie die Augen dagegen von Beginn an ab, signalisieren Sie Schüchternheit oder das Bedürfnis, etwas zu verbergen. Ähnlich verhält es sich mit einem Dauerlächeln. Ein Lächeln muss echt sein, wenn es eine Bedeutung haben und wirken soll. Daher ist eine Abwechslung im Mienenspiel viel empfehlenswerter für Ihre positive Ausstrahlung.

 - Ann-Christin Baßin, Journalistin und Autorin
Ann-Christin Baßin, Journalistin und Autorin
Foto: Privat

  • Prüfen Sie, wie Sie wirken. Das gelingt mit einem kurzen inneren Zwischencheck: Dabei betrachten Sie sich wie von außen und werden sich Ihrer Haltung bewusst: Wie sitze ich, wie wirke ich auf andere, entspricht meine Haltung meiner inneren Situation? Lümmeln Sie zum Beispiel, weil Sie müde sind, oder ist Ihre Pose angespannt, korrigieren Sie Ihre Haltung.
  • Probieren Sie sich vor dem Spiegel aus. Treten Sie vor einen großen Spiegel und probieren Sie verschiedene Posen aus. Üben Sie, sich durch Gesten breiter zu machen. Trainieren Sie ruhige, ausladende Bewegungen. So beanspruchen Sie Aufmerksamkeit und Autorität. Stützen Sie mal die Arme in die Hüften. Vielleicht spüren Sie gleich die Angriffslust Ihres Spiegelbildes. Wenn Sie die Schultern nach vorn drücken, in der Körpermitte einknicken und die Füße zueinander drehen, wirkt das unsicher und devot. Probieren Sie danach das Gegenteil: Füße nach außen drehen, gerade stehen und die Arme ausbreiten. Das wirkt souveräner. Variieren Sie die Pose, üben Sie, wie Sie empört wirken, nachdenklich, froh, von einer Sache überzeugt oder wie es aussehen könnte, wenn Sie jemanden loben
  • Lassen Sie sich filmen. Bitten Sie Ihren Partner oder einen Freund, Sie in verschiedenen Situationen oder nur in einem Gespräch mit der Videokamera oder dem Smartphone aufzunehmen. Sie können auch jemanden bitten, Sie möglichst genau zu beobachten. Wie sitzen Sie? Vorgezogene Schultern und ein krummer Rücken wirken kraftlos, anfällig und schwach. Unseren Gesprächspartnern signalisiert diese Körpersprache: "Au weia, was für ein Schlaffi. Was kann ein solcher Mensch schon an Ideen und Impulsen bringen?"
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 "Nonverbale Signale sind meist ehrlicher als Worte. Verbale und nonverbale Sprache sollten schlüssig sein." Ann-Christin Baßin ist die Autorin des Buches "Sicheres Auftreten" (Humboldt-Verlag). Hier können Sie das Buch kaufen.

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Körpersprache bei Verhandlungen

Die richtigen Signale aussenden

Keine Luftpistolen, kein Gezappel, keine Unterlegenheitsgesten: Wie Sie Körpersprache bei Verhandlungen wirkungsvoll einsetzen, lesen Sie hier.

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Faule Mitarbeiter, tricksende Kunden: An der Körpersprache lässt sich viel ablesen. Joe Navarro war Ermittler beim FBI. Jetzt zeigt er, was Menschen ungewollt durch ihre Hände verraten. 12 Gesten, die Sie kennen sollten!

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Achten Sie auf die Körpersprache

10 Verräterische Signale in Verhandlungen

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An der Körpersprache lässt sich erkennen, wie selbstsicher jemand ist.
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So steigern Sie Ihre natürliche Autorität

Es gibt Chefs, die wirken allein durch ihre Person. Andere werden trotz ihrer beruflichen Position nicht ernst genommen. Doch natürliche Autorität ist erlernbar.

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