Laut einer Befragung der KfW-Bankengruppe planen 52,2 Prozent fest, in den kommenden 2 Jahren in Digitalisierung zu investieren.
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Unternehmensbefragung der KfW

Digitalisierung: Jeder zweite Betrieb plant Investitionen

Im Handwerk wollen viele Betriebe digitalisieren. Doch wofür planen sie, Geld auszugeben, und was sind die größten Hemmnisse? Eine Studie liefert Antworten.

52,2 Prozent der Handwerksbetriebe wollen in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsvorhaben umsetzen. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung, die die KfW-Bankengruppe gemeinsam mit 17 Verbänden durchgeführt hat.

Der Markt an Softwareangeboten für Handwerker ist groß, eine Entscheidung zu treffen schwer. Hier einige Tipps vom Experten.

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In folgenden Bereichen planen die Handwerksunternehmen Investitionen:

  • Leistungserstellung: 57,2 Prozent
  • Vertrieb: 55,8 Prozent
  • Verwaltung: 55,8 Prozent
  • Materialwirtschaft: 47,1 Prozent
  • Finanz- und Rechnungswesen: 46,8 Prozent
  • Verknüpfung der IT zwischen Funktionsbereichen: 43,2 Prozent
  • Forschung und Entwicklung: 4,7 Prozent

Auch für die gesamte Wirtschaft liefert die Studie Zahlen: Im Schnitt wollen 65,6 Prozent der deutschen Unternehmen in Digitalisierung investieren – deutlich mehr als im Handwerk. Tendenz: Je größer der Jahresumsatz, desto höher ist der Anteil der geplanten Vorhaben. Warum Handwerksbetriebe seltener Geld in die Digitalisierung stecken wollen, dürfte laut KfW vor allem daran liegen, dass „Handwerksunternehmen häufig kleinere Unternehmen sind, die seltener zu digitalisierungsaffinen Wirtschaftszweigen zählen“.

In der Studie wurde auch ermittelt, welche Hemmnisse Handwerksunternehmen bei der Digitalisierung sehen. Der am häufigsten genannte Grund sind Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz (45,2 Prozent). Platz 2 der größten Digitalisierungshemmnisse aus Sicht von Handwerkern: Schwierigkeiten bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation (35,7 Prozent). Ebenfalls häufig genannt wurden zudem die mangelnde Qualität der Internetverbindung (33,9 Prozent) sowie mangelnde IT-Kompetenzen und Verfügbarkeit von IT-Fachkräften (32,4 Prozent).

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